Zwischenbilanz zum Orkantief „Friederike“  Notbetreuung in der GGS Martinusstraße – Aufräumarbeiten laufen

Zwischenbilanz zum Orkantief „Friederike“ Notbetreuung in der GGS Martinusstraße – Aufräumarbeiten laufen

Das Orkantief „Friederike“, das am gestrigen Donnerstag, 18. Januar 2018, mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 km/h über Köln hinweg zog, hat erhebliche Schäden im gesamten Stadtgebiet angerichtet. Anbei eine vorläufige Übersicht:

Bis zum gestrigen Abend wurden der Feuerwehr Köln insgesamt 641 sturmbedingte Schäden gemeldet. Die rund 400 Kräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr arbeiten die Schäden nach Dringlichkeit ab – diese wurde von Erkundungskräften priorisiert. Ein Schwerpunkt der Einsatzmaßnahmen war die Beseitigung von Bäumen und Ästen im Bereich der Straßen. Mehrere Personen wurden durch den Sturm verletzt. Bisher mehr als 60 städtische Gebäude wurden durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen. In der Gemeinschaftsgrundschule Martinusstraße in Köln-Esch wurden zwei Drittel der Dacheindeckung heruntergeweht, die Aufräumarbeiten laufen. Die Stadt schaltet einen Gutachter ein, der den Schadensumfang und die Auswirkungen ermittelt. Die Schulleitung hat entschieden, dass am kommenden Montag und Dienstag, 22. und 23. Januar 2018, von 8 bis 11.30 Uhr eine Notgruppe eingerichtet wird, in der die Schülerinnen und Schüler betreut werden. Die Schule bittet darum, die Kinder nur dann zu schicken, wenn sie gar keine andere Betreuungsmöglichkeit haben. Die Ganztags- und die Sportbetreuung finden wie gewohnt statt. Am Mittwoch, 24. Januar 2018, will die Schulleitung den Schulbetrieb wieder aufnehmen. Dies von 8 bis 11.30 Uhr in den Räumen des Ganztags. Auch die Ganztags- und Sportbetreuung können anschließend wie gewohnt erfolgen. Die Eltern wurden per Brief von der Schulleitung informiert.

Schäden an vielen städtischen Gebäuden

Größere Schäden gibt es auch an der Förderschule Sprache am Alten Mühlenweg in Deutz. Dort hat sich am Hauptgebäude ein Teil der Verkleidung der Fluchtbalkone, bestehend aus fünf Stahlblechen, gelöst. Der Bereich wurde abgesperrt. Eine Metallbaufirma wurde mit der Reparatur beauftragt. Der finanzielle Schaden kann derzeit nicht beziffert werden.  Nach Sichtung der insgesamt 664 Objekte, die die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln betreut und bewirtschaftet,  gibt es Sturmschäden an zehn von insgesamt 236 Kindertagesstätten, an 48 von insgesamt 277 Schulen sowie an vier von 81 Verwaltungsgebäuden im Stadtgebiet, so die vorläufige Bilanz. Rund um das Kalk Karree sind wieder alle Bereiche für die Öffentlichkeit freigegeben.

Nord- und Ostfriedhof sowie Anlagen in Junkersdorf und Niehl bis Montag zu

Das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen ist zurzeit damit beschäftigt, die Verkehrssicherheit auf den städtischen Begräbnisanlagen wieder herzustellen. Es ist davon auszugehen, dass die meisten Friedhöfe im Laufe des Tages wieder geöffnet werden können. Nur für den Ost- und Nordfriedhof sowie die Anlagen in Junkersdorf und Niehl muss die ursprünglich nur für heute angesetzte Sperrung bis einschließlich Montag,  22. Januar 2018, verlängert werden. Dort dauert es noch länger, die akute Gefahrenlage zu beseitigen, die durch umgestürzte Bäume, solche, die sich in anderen verfangen haben, und aus den Kronen ausgebrochene Äste derzeit noch besteht. Die auf diesen Friedhöfen für Montag terminierten Beisetzungen können jedoch stattfinden. Friedhofspersonal begleitet die Trauergäste auf sicheren Wegen zu den Gräbern.

Die durch umgestürzte Bäume verursachten Verkehrsbehinderungen hat das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen gemeinsam mit der Feuerwehr abgebaut. Nur die Junkersdorfer Straße ist zurzeit noch gesperrt. Hier sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter noch damit beschäftigt, die Sturmschäden zu beseitigen. Die Arbeiten verzögern sich, weil Passanten und Radfahrer die Absperrungen missachten. Die Arbeiten müssen deshalb immer wieder unterbrochen werden.  IIm Forstbotanischen Garten und in dessen Nachbarschaft sind Wege durch umgestürzte Bäume versperrt. Die Einrichtung muss deshalb voraussichtlich  noch die ganze nächste Woche geschlossen bleiben. Auch im Wald im Bereich der Brücker Hardt und Heide versperren Bäume die Wege, die nach dem Sturm „Burglind“ bereits freigeräumt waren. Im Tierpark Dünnwald und im Wildschweingehege auf Gut Leidenhausen hat „Friedrike“ die Zäune beschädigt, Tiere sind aber nicht entwichen. In Dünnwald ist das Personal dabei, weitere Bäume, die auf die Zäune zu stürzen drohen, zu beseitigen. Der Tierpark muss deshalb über das Wochenende geschlossen bleiben.   

Stadt warnt weiter vor Betreten von Grünanlagen, Wäldern und Parks

Die Stadt Köln warnt Bürgerinnen und Bürger weiter davor, abgesperrte Bereiche zu betreten, und ruft dazu auf, Wälder und öffentliche Grünanlagen, Parks und Friedhöfe in den nächsten Tagen zu meiden. Es können auch nach dem Sturm noch Bäume umstürzen und an- oder abgebrochene Äste aus den Kronen der Bäume herausbrechen und herunterfallen.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Archivbild

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.