Trockenwerden: Jedes Kind in seinem eigenen Tempo

Trockenwerden: Jedes Kind in seinem eigenen Tempo

Diesen Rat hören Eltern auch heute noch zuweilen: Ihr kleines Kind schon früh regelmäßig auf den Topf zu setzen, damit es schneller trocken wird. „Das macht man heute nicht mehr“, betont Dr. Gabriele Haug-Schnabel, Leiterin der Forschungsgruppe Verhaltensbiologie des Menschen aus Freiburg, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. „Denn das Kind muss erst eine gewisse körperliche Entwicklung durchlaufen, den Harndrang wahrnehmen, um dann aus eigenen Stücken und ohne Aufforderung zur Toilette gehen zu können.“

Die meisten Kinder könnten zuerst den Darm kontrollieren, dann die Blase tagsüber und zuletzt die Blase in der Nacht, sagt die Expertin. Jedes Kind habe sein eigenes Entwicklungstempo und lebe in seinem eigenen Umfeld. „Bis ins höhere Kindergartenalter ist es auch völlig normal, wenn zwischendrin einmal etwas danebengeht.“ Eltern können ihr Kind aber dabei unterstützen, die Windel loszuwerden. Im Alltag bedeutet das, das Kleine gut zu beobachten, Anzeichen zu lesen und dem Kind die Möglichkeit zu geben, auf die Toilette zu gehen. Geht es in eine Krippe, sollte die Sauberkeitserziehung laut Haug-Schnabel Teamwork sein: „Tauschen Sie sich dazu regelmäßig mit den Fachkräften über Gewohnheiten und Fortschritte ihres Kindes aus.“

 

 

 

 

 

 

Quelle: Baby & Familie, Archivbild

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