Angelina Kirsch: „Ständige Selbstoptimierung macht viele wahnsinnig unglücklich“

Angelina Kirsch: „Ständige Selbstoptimierung macht viele wahnsinnig unglücklich“

Angelina Kirsch (30)  ist selbst ein „Curvy Supermodel“ und sucht aktuell auf RTL 2 in der gleichnamigen Show nach Model-Nachwuchs. Im Interview spricht das Model über Bodyshaming und Figurprobleme. Dass Angelina Kirsch so selbstbewusst mit ihrem Körper umgeht, hat sie ihrer Mutter zu verdanken. „Als ich sechs oder sieben war, hat meine Oma zu mir und meiner Schwester gesagt, wir seien zu dick. Das war quasi mein erster Kontakt zu Bodyshaming. Ohne meine Mama wäre ich wohl damals in einen Teufelskreis geraten. Meine Mama hat mich immer bestärkt, meine Kurven zu mögen. Durch den Modeljob bin ich aber auch noch sehr an mir gewachsen und genauso mein Selbstbewusstsein“, erzählt das Model.

Wenn ich satt bin, höre ich auf zu essen.

Über Figurprobleme spricht sie mit ihren Freundinnen gar nicht. „Das Thema spreche ich von selber nie an. Wenn die damit loslegen, sage ich ganz deutlich meine Meinung und was das für ein Quatsch ist. Wenn man ständig darüber nachdenkt, was man essen darf und was nicht, dann wird man seines Lebens nicht mehr froh. Und ich sehe, wie das Frauen runterzieht. Diese ständige Selbstoptimierung macht viele wahnsinnig unglücklich.“ Angelina Kirschs einzige Regel beim Thema Ernährung: Höre auf deinen Körper! „Wenn ich satt bin, höre ich auf zu essen. Natürlich habe ich auch Rituale, ich liebe Yoga und Tanzen. Aber wenn ich Tage habe, an denen ich mal auf dem Sofa liege und einen Pott Eis esse, ist das auch okay. Und dann fühle ich mich auch nicht schlecht deswegen, denn es streichelt in dem Moment meine Seele. Ansonsten nimmt man sich nur den Spaß am Leben. Man muss dafür aber gut in sich reinhören, das ist schwer. Gerade, wenn man viel unterwegs ist und wenig Zeit hat.“

Angelina Kirsch über Heidi Klums Show: „Zwar waren einige Mädchen etwas fraulicher, aber sicher nicht curvy. Das fand ich unpassend.“

Als Konkurrenz zu Heidi Klums Show „Germany’s Next Topmodel“ sieht sich Angelina Kirsch nicht. „Es wird natürlich immer schlanke Models geben. Ich nehme denen nichts weg und sie mir nichts. Aber ich finde es wichtig, dass die Vielzahl gezeigt wird.“ Zwar findet Angelina Kirsch es gut, dass Heidi Klum in der letzten Staffel auch Curvy Models eine Chance geben wollte, sie kritisiert aber: „Zwar waren einige Mädchen etwas fraulicher, aber sicher nicht curvy. Das fand ich unpassend. Und besonders schlimm, dass genau diese Frauen nach der Show abgenommen haben. Wenn das die Essenz der Show ist, am Ende doch in ein bestimmtes Schema passen zu müssen, dann ist das wirklich bedauerlich.“

 

 

 

 

 

 

Quelle. Closer, Bildrechte: Angelina Kirsch/Selfie/Instagram

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.