Zwei Fahrspuren weniger für die Mülheimer Brücke

Zwei Fahrspuren weniger für die Mülheimer Brücke

Gewichtsbeschränkung für die Bauzeit / Terminverschiebungen / Bürgerinformation am 3. April 2019 

Zum Beginn der Osterferien startet die Stadt Köln mit einer veränderten Verkehrsführung, einer strengeren Gewichtsbeschränkung und zwei Fahrspuren weniger auf dem Brückenzug der Mülheimer Brücke für die anstehende Generalsanierung der Brücke.

Das bedeutet, dass die bisher zwei Fahrspuren für den Individualverkehr pro Richtung auf jeweils eine Fahrspur pro Richtung reduziert werden. Beide Spuren liegen dann auf der Nordseite der Brücke. Für Fußgänger und Radfahrer steht ebenfalls der nördliche Fuß- und Radweg zur Verfügung, da in der Bauphase eins im südlichen Bereich die Sanierung von Strombrücke und Flutbrücke umgesetzt beziehungsweise der Abbruch der südlichen Teilbauwerke Deichbrücke (linksrheinisch) und Rechtsrheinische Rampe vorbereitet wird.

Aufgrund der Ergebnisse der durchgeführten Untersuchung der rechtsrheinischen Rampe wird für die Mülheimer Brücke gleichzeitig eine strengere Gewichtsbeschränkung festgesetzt. Von bisher zwölf Tonnen wird das maximale Gewicht auf 3,5 Tonnen (LKW-Verbot) reduziert. Die Gewichtsbeschränkung auf der Stadtautobahn im Tunnel Kalk auf aktuell 7,5 Tonnen wird bis dahin aufgehoben sein, so dass diese dann durch schwerere LKW genutzt werden kann. Der LKW-Verkehr wird dort dann bis auf Gefahrguttransporter fließen. Die Freigabe für Gefahrguttransporter erfolgt nach der Fertigstellung der technischen Gebäudeausstattung voraussichtlich Ende 2019.

Am Mülheimer Zubringer und dem Clevischen Ring werden aufgrund der Kapazitätsreduzierung im Brückenbereich ebenfalls veränderte Verkehrsführungen erforderlich.

Auswirkungen der geänderten Verkehrsführung auf den Clevischen Ring und den Mülheimer Zubringer. Durch Einrichten der ersten dauerhaften Verkehrsführung auf dem Brückenzug und damit verbundenen Reduzierung der Anzahl der Fahrspuren je Fahrtrichtung, wird die Durchflusskapazität der Mülheimer Brücke um 50 Prozent von 50.000 Kraftfahrzeugen pro Tag auf rund 28.000 Kraftfahrzeuge reduziert. Südlich der Mülheimer Brücke erfährt der Bergische Ring eine Zusatzbelastung von rund 5.000 Kraftfahrzeugen pro Tag, die weiteren Verlagerungen finden im überörtlichen Hauptstraßennetz statt.

Ohne eine Zufluss-Drosselung und Umlenkung der Verkehrsströme würde es dabei zu erheblichen und dauerhaften Stausituationen im Bereich des Clevischen Rings ebenso kommen, wie auch der Verkehrsabfluss über die Brücke nicht mehr gewährleistet wäre. Deshalb wird seitens der Verwaltung eine übergeordnete Verkehrslenkung und Umleitung eingerichtet, die aktuell mit den betroffenen Behörden abgestimmt wird, da auch andere Baulastträger und Straßenverkehrsbehörden von der Maßnahme betroffen sein werden.

Konkret bedeutet das folgende Veränderungen:

Für den Knotenpunkt Clevischer Ring / Mülheimer Zubringer:

– Reduzierung des Linksabbiegers vom Mülheimer Zubringer auf den Clevischen Ring

als auch des Geradeausverkehrs von Leverkusen kommend in Fahrrichtung Süden

jeweils von zwei auf einen Fahrstreifen

– Zweispurige Verkehrsführung des Linksabbiegers vom Clevischen Ring zum Mülheimer Zubringer (aktuell zwei Geradeausspuren und ein Linksabbieger, zukünftig eine Geradeausspur und zwei Linksabbiegespuren)

Für den Knotenpunkt Bergischer Ring / Wiener Platz / Mülheimer Brücke:

– Entfall des Linksabbiegers vom Bergischen Ring auf die Mülheimer Brücke, damit bei

einer vereinfachten Ampelschaltung der verkehrliche Ablauf gesichert wird. Mit rund 200

Fahrzeugen in der Spitzenstunde handelt es sich eher um geringe Verkehrsbelastungen,

denen großräumige Ausweichrouten oder eine lokale Umleitung unter Nutzung

der Wendefahrt über Bergisch Gladbacher Straße, Genovevastraße und Carl-Brisch-

Straße angeboten wird.

Die beschriebenen Herausforderungen aus Baugrund und maroder Bestandsituation führen zu einer weitergehenden als bisher geplanten verkehrlichen Einschränkung der Brückennutzung. Umplanung und Veränderung der vorgesehenen Bauabläufe mit entsprechenden Auswirkungen auf den Zeitraum der Bauausführung sind weitere Folgen aus den Feststellungen. Der bisher mit 2020 angekündigte Zeitpunkt der 19-wöchigen Sperrung für den Stadtbahnbetrieb der KVB über die Brücke ist vor diesem Hintergrund nicht mehr realistisch zu erreichen. Die Auswirkungen auf die Gesamtbauzeit und Kostenentwicklung werden zurzeit untersucht.

Die Stadt Köln informiert die betroffenen Bezirksvertretungen Mülheim und Nippes und den Verkehrsausschuss ab dem 26. März 2019 über die anstehenden Veränderungen. Am Mittwoch, 3. April 2019, lädt die Stadt Köln zur Bürgerinformations-Veranstaltung in die Stadthalle Mülheim ab 17 Uhr ein. Dort wird umfassend zum Stand der Arbeiten und über die Veränderungen der Verkehrsführung berichtet.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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