„Tatort“-Star und Gefängnisarzt Joe Bausch zu seiner Pensionierung: „Meine Patienten wollen mich am liebsten mal als Mörder sehen, das ist ihnen sympathischer!“

„Tatort“-Star und Gefängnisarzt Joe Bausch zu seiner Pensionierung: „Meine Patienten wollen mich am liebsten mal als Mörder sehen, das ist ihnen sympathischer!“

Der „Tatort“-Schauspieler und Gefängnisarzt Joe Bausch schaut seiner anstehenden Pensionierung im November gelassen entgegen. In einem Interview sagt Bausch, der mehr als 32 Jahre in der JVA Werl gearbeitet hat: „Ich habe mich auf meinen Ruhestand nicht vorbereitet, werde aber weiter drehen und wieder mehr Theater spielen, was ich in den letzten drei Jahrzehnten nicht so konnte. Das Wollen löst das Müssen ab. Jetzt kommt die Kür.“

Angst vor Langeweile hat Joe Bausch nicht: „Wenn ich nach Berlin ziehen sollte, habe ich das Angebot, dass ich dort jeden Tag im Gefängnis arbeiten kann, wenn mir etwas fehlt. Ich muss also nur die Hand heben und die Lassos fliegen aus dem Fenster.“ Joe Bausch nimmt auch zu seinen persönlichen Begegnungen mit den Häftlingen in der JVA Werl Stellung: „Ich lebe als Arzt mit und unter ihnen. Mit einer Intensität, dass die Häftlinge mir Dinge berichten, die sie anderen nicht erzählen. Sie unterstellen mir wegen meiner Rolle im ‚Tatort‘ ein Faible für die Kriminalität.“ Bausch spielt im KölnerTatort“ mit Ballauf und Schenk den Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth. Den ARD-Krimi schaut man auch in den Gefängniszellen sehr gerne: „Viele meiner Patienten sind ja sehr lange dort und haben meine ganze TV-Karriere verfolgen können. Die wollen mich am liebsten mal als Mörder oder Verbrecher sehen. Das ist ihnen sympathischer!“

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: MAASS-GENAU, Bildrechte: WDR

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