Obstgarten Köln – 95 städtische Flächen mit Obstgehölzen

Obstgarten Köln – 95 städtische Flächen mit Obstgehölzen

Obstwiesenkommission erfasst Bestände und kümmert sich um deren Pflege 

Auf Initiative des Amtes für Landschaftspflege und Grünflächen hat sich in Köln eine Obstwiesenkommission gegründet. Sie macht es sich zur Aufgabe, den ökologischen Wert der Kölner Obstwiesen zu erhalten. In Köln gibt es rund 95 städtische Flächen mit Obstgehölzen, hierzu zählen neben den 26 Hektar Obstwiesen auch Obstbaumweiden und -reihen, Obstbäume in Parkanlagen und Brachflächen mit Obstgehölzen. Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Biotopen in Mitteleuropa.

Zunächst will die Kommission den Bestand an Obstbäumen auf rund 30 Wiesen erfassen. Dazu gehört auch die Bestimmung und Ermittlung weiterer Parameter, wie Lagedaten, Alter und Vitalität, das Vorkommen besonderer Tier- und Pflanzenarten oder der Totholzanteil, um die ökologische Bedeutung bewerten zu können. Aufbauend auf diesen Daten soll für jede Obstwiese ein individuelles Pflege- und Entwicklungskonzept erarbeitet werden. Für einige Wiesen haben Naturschutz- oder Bürgervereine bereits eine Patenschaft übernommen, um die anderen kümmert sich die Naturschutzstation Leverkusen-Köln, die die Paten bei Bedarf auch bei der Pflege unterstützen kann.

Die Obstwiesenkommission tagt viermal im Jahr, Mitglieder sind außer dem Amt für Landschaftspflege und Grünflächen und dem Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Bergische Streuobstwiesenverein, der Ernährungsrat Köln, der Förderverein Freiluga, die Klimapark-Netzwerke, die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen, der NABU-Stadtverband Köln, der BUND Köln, der Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde, die Naturschutzstation Leverkusen-Köln und freie Obst-Experten.

Neben der Pflege legt die Kommission Wert auf die Ernte des Obstes. Sie hält es unter Umständen für möglich, daraus Most herzustellen und ihn als heimischen „Kölner Apfelsaft“ zu vermarkten. Voraussetzung dafür sind allerdings ausreichend große Erntemengen. Daran haben einige Paten Zweifel, weil die Kölner Obstwiesen meist frei zugänglich seien und deshalb „fremdgeerntet“ würden. Um die Obstwiesen zu schützen, schlägt die Kommission vor, Schilder aufstellen lassen, auf denen steht, wer die Fläche pflegt und welche besondere Bedeutung sie hat.

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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