Museumsnacht Köln – ein Festival zu Ehren der Künste

Museumsnacht Köln – ein Festival zu Ehren der Künste

Das rauschende Fest der Kunst- und Kulturszene: Zum 19. Mal lädt der Stadtrevue Verlag in Kooperation mit der Stadt Köln zum Streifzug durch ausgewählte Museen, Kunstorte und Off-Spaces.
Bei über 200 Veranstaltungen an 45 Orten zeigt sich Köln bis in die frühen Morgenstunden von seiner kreativsten Seite. Ausstellungen, Live-Konzerte, Lesungen, Theater, Kabarett und DJ-Sets – die Museumsnacht 2018 bietet ein fulminantes Festivalprogramm, das Besucher zu Fuß oder mit den vier kostenlosen Shuttle-Bussen erkunden können.
Sie wollten schon immer mal nachts durch das Wallraf-Richartz-Museum streifen? Oder haben noch nie die Kolbhalle von innen gesehen? Sie wissen nicht, was das Strizzi ist? Und träumen davon, einmal ein Konzert in den Ruinen eines römischen Statthalterpalastes zu erleben? Dann sind Sie bei der Museumsnacht 2018 genau richtig! Die ganze Nacht hindurch öffnen ausgewählte Kunstorte ihre Tore – von etablierten Museen bis zu Off-Spaces der Kölner Subkultur – und laden ein, die Stadt aus einer anderen Perspektive zu erkunden.

KURZWEILIGES FÜR KURZE
Erneut lockt ein Kinder- und Familienprogramm der ausgefeilten
Sorte junge Besucher zum nächtlichen Spektakel. Den ganzen Abend werden spezielle Führungen angeboten und wer lieber selbst seinem
Schaffensdrang nachkommen will, ist in den Kreativ-Workshops genau richtig! Zum Runterkommen zu späterer Stunde steht Schattentheater auf dem Programm.

DIE MUST-SEES
Im Rautenstrauch-Joest-Museum wirft die Ausstellung »Fast Fashion. Die Schattenseiten der Mode« einen kritischen Blick hinter die Kulissen der Textilindustrie – und fragt nach den sozialen und ökologischen Folgen.“Ohne Umschweife“ geht es auch in der Malerei von Gabriele Münter zu: Das Museum Ludwig präsentiert über 120 Gemälde der Künstlerin aus dem Umfeld der Gruppe »Der Blaue Reiter«, darunter Werke, die bislang nie öffentlich gezeigt wurden. Zweimal Pop, aber anders:

Das MAKK – Museum für Angewandte Kunst Köln hieft eine bislang unveröffentlichte Privatsammlung ans Licht der Öffentlichkeit. Nahezu lückenlos zeigt sie von Andy Wahrhol gestaltete Plattencover sowie zahlreiche Skizzen und Entwürfe. Auch das Kölnische Stadtmuseum wagt eine Zeitreise in die Vergangenheit: »KÖLN 68! Protest. Pop. Provokation.« begibt sich anhand von Originalobjekten, Filmausschnitten und Interviews mit Zeitzeugen auf eine Spurensuche nach dem Spirit der Revolutionäre von damals.

DIE NEWCOMER DES JAHRES – DIE NEUEN STATIONEN

Auf quietschenden Rädern zurück in die Vergangenheit: Bei einer Fahrt mit der „Ersten Elektrischen“ entführt TimeRide VR Cöln per Virtual Reality in die Metropole um die Jahrhundertwende – simuliertes Rütteln und Fahrtwind inklusive.

Für alle, die den Duft der Vergangenheit lieben: Im House of 4711 erfährt man, wie das Kölnische Wasser vom Aqua Mirabilis zum weltberühmten Parfüm wurde, warum manche es tranken und wie es überhaupt zu dem geheimnisvollen Namen der Duftmarke kam.

Außerdem in diesem Jahr erstmals dabei: Die Kolbhalle – Sehnsuchtsort für die Freiheit der Kunst. Hier können Besucher im wahrsten Sinne „eintauchen“ – in die Künstleroase samt Ateliers, in die Sammlung von Schätzen aus mehreren Dekaden Ehrenfeld-Geschichte und in eine Installation aus Fundstücken des Alltags.

DIE PROGRAMM-JUWELEN
Kaum ein Mensch könnte die scharfen Beobachtungen von Vicki Baum – Starautorin und Feministin der Weimarer Republik – besser zum Leben erwecken: Mit rauchiger Stimme trägt die Schauspielerin Jana Rahma im Käthe Kollwitz Museum die Memoiren der Ausnahmeschriftstellerin vor. Ein Ausflug in die pulsierenden Metropolen Wien und Berlin!

Wild und ungezähmt bricht es auch aus Lo Buglio Vincenzo heraus: Eigens für die Museumsnacht reist er mit seinem Trio »Terra Profonda« aus Budapest an, um das Römisch-Germanische Museum mit seiner beeindruckenden Stimme zu Fluten. Zum Tanzen animieren im NS-Dokumentationszentrum die schwergewichtigen Reggae-Offeats der Dortmunder Band »Schwarzpaul«.

Und last but not least: Die KimchiBrot Connection kämpft sich bei ihrer preisgekrönten Physical Theater Performance »Living Happily Ever After« mit vollem Körpereinsatz durch die Tour de Force der Beziehungsmodelle: Romantische Zweierbeziehung oder doch lieber maximale Freiheit?

NICHTS WIE REIN
Dass unsere Veranstaltungen für alle zugänglich sind, liegt uns am Herzen. Barrierefreie Museen und Stationen sind im Programmheft gekennzeichnet, zusätzlich finden zwei Führungen mit Gebärdensprachdolmetschern und eine Führung in leichter Sprache statt.

Quelle: Stadtrevue, Bildrechte: Foto: Dörthe Boxberg, © Stadtrevue Verlag

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.