Liebeskummer: Was nach einer Trennung wirklich hilft!

Liebeskummer: Was nach einer Trennung wirklich hilft!

Empfehlungen, wie Frischgetrennte mit ihrem Schmerz umgehen können, gibt es viele. Die ElitePartner-Studie 2019 zeigt jetzt, welche wirklich helfen. Dafür hat die Online-Partnervermittlung in der bevölkerungsrepräsentativen Studie 3.283 Singles und Liierte befragt, was ihnen in der Zeit nach einer Trennung am meisten geholfen hat. Während junge Frauen verstärkt auf Feiern und Flirts setzen und am besten alle Erinnerungen an den Ex-Partner aus der Wohnung verbannen, hilft jungen Männern eher Sport. Wenig wirksame Mittel sind Verdrängung, Alkohol und Rache. Das Klischee einer Typveränderung stimmt dagegen tatsächlich – aber nicht für jeden.

Die Top 10 der Mittel gegen Trennungsschmerz:

  1. Mit Freunden oder Familie über die Trennung sprechen (Frauen: 54 % / Männer: 39 %)
  2. Hobbys nachgehen (39 % / 40 %)
  3. Ausgehen, feiern gehen (32 % / 29 %)
  4. Sich zurückziehen, Ruhe gönnen (31 % / 27 %)
  5. Auf den Job fokussieren (24 % / 29 %)
  6. Sport treiben (21 % / 32 %)
  7. Alle Erinnerungen an den Ex-Partner aus der Wohnung entfernen (23 % / 16 %)
  8. Verreisen, Urlaub machen (18 % / 17 %)
  9. Mit Flirts oder sexuellen Erlebnissen ablenken (15 % / 20 %)
  10. Typveränderung (z.B. neue Frisur, neues Styling, neuer Kleidungsstil) (20 % / 5 %)

Reden und Aktivitäten sind die beste Strategie – für beide Geschlechter

Zunächst sei gesagt: Wenn eine Beziehung in die Brüche geht, belastet das Männer und Frauen gleichermaßen. Nur sechs Prozent der Frauen und sieben Prozent der Männer, die eine Trennung erlebt haben, geben an, dass sie ein Beziehungsaus noch nie belastet hat. Darüber hinaus zeigen die Ergebnisse der ElitePartner-Studie 2019: Reden ist das beste Mittel gegen Liebeskummer. Jeder zweiten Frau (54 Prozent) und vier von zehn Männern (40 Prozent) hat es nach dem Beziehungsaus geholfen, mit Freunden und Familie über die Trennung zu sprechen. Darüber hinaus sahen es die meisten Befragten als wertvoll an, den Schmerz aktiv zu bekämpfen und das eigene Leben mit Aktivitäten positiv zu füllen: Hobbys, Ausgehen, Sport und Reisen sowie der Fokus auf die Karriere sind demnach die besten Begleiter. Aber es muss nicht immer Action sein – auch Ruhe und Rückzug haben knapp jedem dritten Mann und gut jeder vierten Frau schon über die schlimmste Phase hinweggeholfen.

Keine gute Idee: Rache, Verdrängung und Alkohol

Die Trauer in Hochprozentigem zu ertränken, ist ein typisches Klischee der Trennungsbewältigung – aber kein wirksames Mittel. Nur elf Prozent der Männer und sechs Prozent der Frauen sagen rückblickend, dass es ihnen am meisten geholfen hat, die Trennung mit Alkohol zu verarbeiten. Eine noch schlechtere Idee: Einfach gar nicht über das Geschehene sprechen und die Trennung verdrängen (Frauen: 6 Prozent, Männer: 8 Prozent). Auch der in einigen Fällen naheliegende Impuls, dem Ex-Partner eins auszuwischen, ist nicht förderlich für die Trennungsbewältigung (Frauen: 3 Prozent, Männer: 2 Prozent). Grundsätzlich scheinen kurzfristige, übereilte Reaktionen wenig hilfreich, wenn der Liebeskummer noch akut ist – etwa, den Ex-Partner in sozialen Netzwerken zu löschen (Frauen: 13 Prozent, Männer: 12 Prozent) oder sich gleich nach der Trennung wieder bei einem Dating-Anbieter anzumelden (Frauen: 8 Prozent, Männer: 11 Prozent). Auch Tipps aus Ratgebern oder vom Psychologen (je etwa vier Prozent) haben die Wenigsten direkt nach der Trennung vorangebracht.

Männer machen Sport, Frauen wagen eine Typveränderung

Auch wenn die wichtigsten Strategien bei beiden Geschlechtern ähnlich sind, gibt es Unterschiede. Für Männer spielt Sport eine größere Rolle (32 Prozent) als für Frauen (21 Prozent). Eine Typveränderung hat sich bei jeder fünften Frau zudem positiv auf die Bewältigung der Trennung ausgewirkt (20 Prozent). Männer dagegen konnten bisher mit einem neuen Kleidungsstil oder dem Gang zum Friseur wenig anfangen (5 Prozent). Außerdem ist es für Frauen häufiger förderlich, Erinnerungen an den Ex aus der Wohnung zu entfernen (23 Prozent, Männer: 16 Prozent).

Junge Frauen gehen feiern und toben sich sexuell aus

Trennungsbewältigung ist auch eine Frage des Alters. Jungen Frauen hilft es offenbar besonders, sich auf der Tanzfläche auszutoben – und im Zweifel nichts anbrennen zu lassen. Fast jede zweite Frau unter 30 Jahren gibt an, dass Ausgehen und Feiern besonders wirksam waren, um das Beziehungsaus zu verarbeiten (44 Prozent), bei den Männern sagen das nur 29 Prozent. Auch Flirts und sexuelle Erlebnisse gehören dazu: Jede vierte Frau unter 30 (26 Prozent) sieht in dieser Hinsicht Angriff als die beste Verteidigung, während sich nur jeder fünfte Mann unter 30 (20 Prozent) mit neuen Bettgeschichten aus der Trauerphase retten konnte. Jüngeren Männern hilft es dagegen ganz besonders, ihre Frustrationen beim Sport abzubauen (43 Prozent).

In den Dreißigern hilft der Fokus auf den Job, ab 50 Ruhe und Reisen

In ihren Dreißigern geben Befragte verstärkt an, am meisten durch ihren Job über die Trennungsphase hinweggekommen zu sein (Frauen: 26 Prozent, Männer: 36 Prozent). Allerdings neigen Männer in ihren Dreißigern auch verstärkt zu liebeskummerbedingtem Alkoholkonsum: Jeder siebte in diesem Alter sieht es als probates Mittel, mithilfe von Alkohol abzuschalten (15 Prozent). In ihren Vierzigern zeigen sich Männer verstärkt feierfreudig (33 Prozent), und überholen in diesem Punkt sogar das weibliche Geschlecht (29 Prozent). Ab 50 sehen insbesondere Männer weniger Nutzen darin, über die Trennung zu sprechen – nur noch jeder Dritte sieht Gespräche als hilfreich an (33 Prozent). Ab 60 steigt das Reisen als Mittel, die Trennung zu bewältigen (Frauen: 21 Prozent, Männer: 23 Prozent).

Akademiker setzen stärker auf Job, Sport und Reisen

Wer über einen höheren Bildungsabschluss verfügt, findet in seinem Beruf auch eher ein Ventil bei Liebeskummer: Deutlich mehr Akademiker (33 Prozent) geben an, dass es ihnen geholfen hat, sich auf ihren Job zu konzentrieren, als Nicht-Akademiker (23 Prozent). Darüber hinaus sehen Frauen und Männer mit Hochschulabschluss insbesondere in Sport (34 Prozent, Nicht-Akademiker: 22 Prozent) und Reisen (21 Prozent, Nicht-Akademiker: 16 Prozent) wertvolle Wege, die schwierige Zeit zu überwinden.

Quelle: https://www.elitepartner.de/magazin/was-nach-einer-trennung-wirklich-hilft.html

„Was hat Ihnen persönlich in bzw. nach der Zeit der Trennung(en) am meisten geholfen?“
Gesamt Frauen Männer
Mit Freunden oder Familie über die Trennung sprechen 47,2 54,2 39,1
Hobbys nachgehen 39,4 38,8 40,2
Ausgehen, feiern gehen 30,8 32,1 29,2
Mich zurückziehen, mir Ruhe gönnen 29,0 30,8 26,9
Auf den Job fokussieren 26,3 24,3 28,6
Sport treiben 26,2 21,4 31,7
Alle Erinnerungen an den Ex-Partner aus der Wohnung entfernen 20,0 23,2 16,3
Verreisen, Urlaub machen 17,6 18,4 16,7
Mit Flirts oder sexuellen Erlebnissen ablenken 17,4 15,3 19,7
Typveränderung (z.B. neue Frisur, neues Styling, neuer Kleidungsstil) 13,1 20,0 5,1
Den Ex-Partner in sozialen Netzwerken löschen, blockieren 12,8 13,2 12,3
Bei einer Dating-App oder Online-Partnervermittlung anmelden 9,3 7,7 11,1
Mithilfe von Alkohol abschalten 8,3 6,1 10,9
Nicht darüber sprechen, das Thema verdrängen 6,8 5,6 8,0
Online oder in Büchern Ratschläge und Tipps nachlesen 4,0 4,9 2,9
Rat von einem Coach oder Psychologen einholen 3,7 4,0 3,4
Dem Ex-Partner eins auswischen 2,7 3,0 2,2
Nichts davon hat geholfen 3,4 3,1 3,7
Mich hat bisher keine Trennung belastet 6,5 6,3 6,6
Befragt wurden 3.283 erwachsene deutsche Internetnutzer (Singles und Liierte), die schon eine Trennung erlebt haben. Bevölkerungsrepräsentativ quotiert und gewichtet nach Alter, Geschlecht und Bundesland. Angaben in Prozent.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Elite Partner, Archivbild

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