Gigabitfähige Internetanbindung für alle

Gigabitfähige Internetanbindung für alle

Flächendeckende gigabitfähige Infrastruktur bis zum Jahr 2025 

Im nationalen und internationalen Wettbewerb der Metropolen ist eine leistungsfähige Gigabit-Infrastruktur ein entscheidender Standortfaktor. Um diese zukunftssichere Telekommunikations-Infrastruktur für Köln sicherzustellen, hat jetzt Stadtdirektor Dr. Stephan Keller mit dem Gigabit Masterplan Cologne 2025 die Strategie der Verwaltung zum Ausbau einer flächendeckenden gigabitfähigen Infrastruktur bis zum Jahr 2025vorgestellt. Gigabitfähigkeit bedeutet Bandbreiten von 1.000 Mbit/s und mehr. Dies ist bei mehr als 26.000 Adressen in Köln – beziehungsweise bei rund 60.000 Anschlüssen – noch nicht gegeben.

Aufgrund der stark wachsenden Nachfrage nach hohen Bandbreiten auf Konsumentenseite und dem positiven Bevölkerungswachstum in Köln von durchschnittlich 9,5 Prozent bis zum Jahr 2025 steigt der Breitbandbedarf auch im Privatkundenbereich noch deutlich an.

Darüber hinaus berücksichtigt der Masterplan die Gewerbegebiete Kölns, noch schlecht erschlossene Kölner Schulen in nichtstädtischer Trägerschaft und einen Krankenhausstandort in Köln-Porz.

Als einen der ersten Schritte sieht der Masterplan vor, für diese insgesamt rund 1500 besonders schlecht (unter 30 MBit/s) versorgten Adressen einen Förderantrag zu stellen. Dieser wird voraussichtlich bis zu 45 Millionen Euro Fördersumme bedeuten. Diese werden zu 50 Prozent vom Bund, 40 Prozent vom Land und 10 Prozent von der Stadt Köln als Eigenbeitrag getragen.

„Dies ist eine wichtige Investition in den Standort, von der Köln noch lange profitieren wird“, zeigt sich Stadtdirektor Dr. Stephan Keller überzeugt. Für Oberbürgermeisterin Henriette Reker ist dieser Masterplan „der dringende Schritt, den wir forciert gehen wollen, um den Kölner Haushalten und der Wirtschaft adäquate Zukunftsperspektiven zu verschaffen.“

In weiteren Schritten geht es um die Glasfaseranbindung von Adressen, die mit klassischem Telefonkabel angebunden sind und somit weder über Glasfaser- noch TV-Kabel-Anschluss verfügen. „Sobald der Bund ein für Köln verfügbares Förderprogramm startet, stehen wir mit einem Antrag bereit“, so Dr. Keller.

Denn ein flächendeckendes Glasfasernetz ist auch die Grundlage für einen zeitgerechten und kostenoptimierten Ausbau von 5G, dem Mobilfunknetz der Zukunft. Über schnelle mobile Internetnutzung hinaus profitieren davon Anwendungen des Internet of Things (IoT). Sensorik, Automatisierung, Robotik und Künstliche Intelligenz führen zunehmend zur „smart city“ – selbst in Bereichen, die bislang kaum von Digitalisierung betroffen waren. Auch dafür ist die flächendeckende Anbindung von Messpunkten für Luftqualität, Mobilität, Gesundheitsdienste, Energieverbräuche und vieles andere mehr erforderlich. Schließlich forciert die Verwaltung selbst durch ein ambitioniertes Digitalisierungsprogramm die Nutzung von innovativen Bürgerdiensten. Diese erfordern ebenso wie zeitgemäßer Unterricht an den städtischen Schulen zunehmend hohe Bandbreiten.

Der Masterplan soll in der Ratssitzung am 7. Juli 2019 beschlossen werden.

 

Der Masterplan basiert auf folgenden Prinzipien:

 

  • Vorrang von Ausbauprojekten der TK-Unternehmen unter aktiver kommunaler Mitwirkung
  • Nutzung aller infrage kommenden Fördermöglichkeiten von Bund und Land
  • Berücksichtigung des Glasfaserausbaues bei öffentlichen Baumaßnahmen

Hintergrund 

Projekte wie „GrowSmarter“, „Smart City Cologne“ und den „Kölner Perspektiven 2030“ setzen starke Impulse zur Digitalisierung und der Entwicklung der Stadt als Smart City.  In Verbindung mit dem dynamischen Wirtschaftsstandort ist Köln zu einem Hotspot für Startups geworden. Von Digitalisierungsprozessen profitieren allerdings nicht nur Startups, sondern auch klassische Industrien, Handel und Versicherungen, die mittelständische Wirtschaft, Gewerbetreibende und nicht zuletzt alle Bürgerinnen und Bürger. Zum Beispiel erfreut sich „hot-spot.koeln“ mit kostenfreiem Surfen an stark frequentierten öffentlichen Plätzen ständig steigender Beliebtheit.

Der Rat der Stadt Köln hat mit dem Beschluss des Konzeptes „Internetstadt Köln“ bereits 2012 den Grundstein zur Gigabit City gelegt. Darin fordert er „die flächendeckende Grundversorgung mit Hochgeschwindigkeits-Internet in Köln sicher zu stellen“ und eine „gleichberechtigte Teilhabe“ zu fördern. Seitdem haben sich die Digitalisierungsprozesse weiter beschleunigt und erfordern teilweise bereits jetzt Gigabit-Bandbreiten. Diese können zukunftssicher nur durch Glasfasernetze garantiert werden.

Im kommunalen Bereich sorgen solche Anwendungen und Dienste unter dem Stichwort „Smart City“ bei Verkehr, Energieversorgung und Umwelt für eine höhere Effizienz durch eigenständige Steuerung sowie die Nutzung von Synergien zwischen bisher separat betrachteten Systemen und Daten.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Archivbild

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