Erweiterung des Bus- und Bahnangebotes in Köln

Erweiterung des Bus- und Bahnangebotes in Köln

Zum Fahrplanwechsel mehr Fahrten und verlängerte Zeiten auf mehrerer Linie 

Auf Basis des Ratsbeschlusses vom 14. November 2017 zur Stärkung und Ausweitung des Busnetzes haben Verwaltung und Kölner Verkehrs-Betriebe (KVB) ein stufenweise umzusetzendes Konzept erarbeitet. Dieses beinhaltet neben Interimslösungen auch strukturell bedingte, dauerhafte Erweiterungen des Busnetzes, um den wachsenden Verkehrsbedürfnissen gerecht zu werden und den Umweltbeeinträchtigungen entgegen zu wirken. Auch vor dem Hintergrund drohender Dieselfahrverbote gilt es, dauerhafte Maßnahmen zur Luftreinhaltung umzusetzen, um auf diese Weise auch die angestrebten Klimaschutzziele zu erreichen.

Zum Busfahrplanwechsel 2018 wurden bereits einige Maßnahmen umgesetzt: die Verlängerung der Linie 144 zum Gewerbegebiet Girlitzweg, die Einrichtung der Linie 124 vom Hauptbahnhof zu den Entwicklungs- und Produktionsstätten von Ford beziehungsweise in das Gewerbegebiet Feldkassel, die Verdichtung der Linie 142 (Uni-Buslinie), die neue Linienführung der Linie 130 zur Erschließung des Sürther Felds sowie die Einführung der Buslinie 134.

Der Rat der Stadt Köln hat mit zwei Beschlüssen am 9. Juli 2019 die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die zusätzlichen Angebote nun in zwei Stufen zum Schuljahresbeginn und zum Fahrplanwechsel 2019 umgesetzt werden können.

Zu den Änderungen für das Busnetz im Einzelnen:

  • Buslinie 139:

Bereits nach den Sommerferien 2018 wurde die Buslinie 144 zum Gewerbegebiet Girlitzweg beziehungsweise zur Gesamtschule Wasseramselweg verlängert. In diesem Jahr – ebenfalls schon mit Beginn des neuen Schuljahrs am 28. August 2019 – soll in einem nächsten Schritt auch die Buslinie 139 in das Gewerbegebiet verlängert werden.

 

Auf Basis einer stadtweiten Überprüfung des Abendverkehrs, die die Verwaltung in Zusammenarbeit mit der KVB vorgenommen hat, werden die folgenden Angebotsausweitungen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 empfohlen:

  • Buslinie 130:

Die Linie 130 bedient heute bis circa 20 Uhr den gesamten Linienweg und danach bis etwa 22 Uhr lediglich die Strecke zwischen den Haltestellen Universität und

Bayenthalgürtel im 30-Minuten-Takt. Es ist geplant, die Betriebszeiten auf dem Linienabschnitt zwischen Universität und Bayenthalgürtel bis circa 0 Uhr auszuweiten.

  • Buslinie 131:

Die Betriebszeiten der Buslinie 131 sollen montags bis freitags sowie samstagsabends ab Berrenrather Straße/Gürtel in Fahrtrichtung Sürth geringfügig ausgeweitet werden. Die letzte Abfahrt ab Berrenrather Straße/Gürtel über den gesamten Linienweg erfolgt dann voraussichtlich gegen 20.45 Uhr. In der Gegenrichtung wird auch montags bis samstags eine zusätzliche Fahrt bis Berrenrather Straße/Gürtel angeboten, die gegen 20.15 Uhr dort eintrifft.

  • Buslinie 132:

Die Linie 132 soll am Wochenende und vor Feiertagen im Nachtverkehr analog zum Stadtbahnverkehr im 30-Minuten-Takt verkehren (bisher 60-Minuten-Takt).

  • Buslinie 135:

Zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 soll montags bis samstags der reguläre 30-Minuten-Takt der Buslinie 135 auf dem Linienabschnitt zwischen Rodenkirchen Bahnhof und Meschenich bis etwa 22 Uhr verlängert werden. Sonntags wird der 60-Minuten-Takt zwischen Godorf Bahnhof und Meschenich ebenfalls bis etwa 22 Uhr verlängert. Durch die erweiterten Betriebszeiten der Linie ist parallel das Angebot der AST-Linie 183 auf die Zeitbereiche zwischen 22 Uhr und Betriebsschluss (etwa 1 Uhr) anzupassen, um die Anbindung von Meschenich und Immendorf an die Haltestelle Godorf Bahnhof auch zu diesen Zeiten sicherzustellen.

  • Buslinie 154:

Für die Buslinie 154 ist eine Ausweitung der Betriebszeiten an allen Tagen im 30-Minuten-Takt bis etwa 22 Uhr geplant (letzte Abfahrt ab den Endhaltestellen). Bisher verkehrt die Linie montags bis freitags bis etwa 21 Uhr und samstags, sonntags und an Feiertagen bis etwa 20 Uhr. Sonntags soll die Linie 154 bereits um 11 Uhr den Betrieb auf dem gesamten Linienweg aufnehmen und bereits zu diesem Zeitpunkt in den 30-Minuten-Takt wechseln. Bisher wird der Linienabschnitt zwischen Dünnwald und Dellbrück erst ab etwa 13 Uhr bedient, der 30-Minuten-Takt setzt derzeit auf dem gesamten Linienweg erst gegen 12.30 Uhr ein.

Der Betrieb der neuen Buslinien führt zu jährlichen Betriebskosten von rund 690.000 Euro. Zwei Jahre nach Umsetzung sollen die neuen Angebote hinsichtlich ihrer Wirksamkeit anhand von Fahrgastzählungen überprüft und das Ergebnis dem Verkehrsausschuss vorgelegt werden.

Der zweite Beschluss beinhaltet die dauerhafte Stärkung und Erweiterung des Stadtbahnnetzes der KVB auf den Linien 3, 13 und 17. Durch die Ausweitung des Stadtbahnangebots soll die Attraktivität des ÖPNV weiter gesteigert werden. Auch diese Änderungen sollen zum Fahrplanwechsel im Dezember 2019 umgesetzt werden.

Zu den Änderungen auf den drei Stadtbahnlinien im Einzelnen:

  • Stadtbahnlinie 3:

Vorgesehen ist eine Ausweitung des Angebots mit einem tagsüber durchgehenden Betrieb bis nach Thielenbruch. Die heute zwischen 9 und 15 Uhr in Holweide endenden Fahrten sollen künftig montags bis freitags bis zur Endhaltestelle Thielenbruch verlängert werden.

  • Stadtbahnlinie 13:

Das Angebot der Linie 13 soll zwischen Holweide und der Endhaltestelle Sülzgürtel an den Wochenenden auch nachts auf einen durchgehenden 30-Minuten-Takt ausgeweitet werden.

  • Stadtbahnlinie 17:

Die Linie 17 soll künftig montags bis freitags zwischen etwa 6.45 Uhr und 9 Uhr sowie nachmittags zwischen etwa 15.15 Uhr und 20 Uhr bis nach Sürth verkehren.

Die zusätzlichen Stadtbahnangebote durch Ausdehnung der Betriebszeiten führen zu jährlichen Betriebsmehrkosten von rund 385.000 Euro.

 

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KVB/Martina Uckermann

 

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