Edgar Selge: „Das Internet ist wie eine Droge“

Edgar Selge: „Das Internet ist wie eine Droge“

Der Schauspieler im Interview über Privates, Playboys und den FC Bayern

 

Für Schauspieler Edgar Selge birgt das Internet ein hohes Suchtrisiko. „Es gilt, das Private neu zu definieren und aus dem Netz herauszuhalten, was uns schützenwert erscheint.“, sagte Selge. Momentan „wirkt das Internet wie eine Droge, von der es fast kein Loskommen gibt.“ Selge räumte ein, dass er selbst nur schwer von den neuen Medien lassen kann: „Wenn ich beispielsweise am Wochenende in einer Airport-Lounge auf meinen Flug warte, habe ist stets ein Auge auf mein Handy und den Bundesliga Live-Ticker.“ Dabei gilt sein besonderes Interesse dem FC Bayern München. „Mir gefällt, dass die Bayern beständig guten Fußball spielen.“ Selge, der am 27. März 1948 in Brilon/Sauerland geboren wurde, gilt als einer der profiliertesten deutschen Darsteller.

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Seinen ersten größeren Kino-Auftritt hatte er 1997 in Helmut Dietls Erfolgskomödie Rossini. Für seine allseits gelobte Darstellung des einarmigen Kommissars Tauber in der ARD-Serie Polizeiruf 110 wurde er mit der Goldenen Kamera und dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet. Demnächst ist Selge wieder im Kino zu sehen: Ab 24. April spielt der 66-Jährige in Miss Sixty an der Seite von Iris Berben einen alternden Playboy. „So einen Frauenaufreißer habe ich noch nie gespielt.“, sagte er im Interview. „Dinge zu spielen, die man nicht lebt, machen am meisten Spaß.“ Lange Auszeiten gönnt sich Selge übrigens nicht. Wenn er nicht einen Film dreht oder mit seiner Frau Franziska Walser auf der Theaterbühne steht, fällt ihm leicht die Decke auf den Kopf. „Wenn ich mit mir alleine bin, befällt mich schnell eine innere Unruhe. So kommt es vor, dass ich manchmal ein halbes Jahr ohne freien Tag verbringe.“ Selges Mittel gegen die Unrast: „Ich meditiere.“

 

Quelle: Reader´s Digest Deutschland, Archivbild

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