Caroline Peters über die Tücken der #MeToo-Debatte und subtilen Sexismus

Caroline Peters über die Tücken der #MeToo-Debatte und subtilen Sexismus

Die Schauspielerin Caroline Peters, 47, leidet nicht „wahnsinnig“ darunter, keine Kinder zu haben.  „Ich habe da nichts entschieden. Manches habe ich nicht verwirklichen können. Oft geschehen die Dinge eben so. Hätte ich die Kinder mit der Post bekommen, hätte ich sie nicht zurückgeschickt.“ In ihrem neuen Film „Der Vorname“ (von Sönke Wortmann, ab 18.10. im Kino) spielt sie eine Frau, die aus ihrem Familienleben ausbricht. Oft beobachte sie, welchem Stress Frauen ausgesetzt seien: „beruflich erfolgreich sein, Karriere machen, die Kinder zur rechten Zeit kriegen, aber bitte ohne Nanny aufziehen, weil das wäre ja schlecht“, so die gebürtige Mainzerin.

In der #MeToo-Debatte entdecke Peters, „dass Frauen wieder mehr als Opfer kategorisiert werden. Dass sie sich bitte mit dieser schwachen Rolle identifizieren sollen“. Manchmal habe sie sich gefragt, warum sie selbst so etwas nie erlebt habe. „Wahrscheinlich sind mir solche Avancen viel öfter gemacht worden, als ich sie wahrgenommen habe.“ Allerdings nerve Caroline Peters, dass sie sich heute immer noch anhören müsse, Frauen falle es angeblich schwer, witzig zu sein: „Es ist auch eine feine Art der Frauenunterdrückung, ihnen den Humor abzusprechen. Wer Humor hat, der hat Distanz und ist nicht so emotional involviert. Und das ist eine soziale Kompetenz, die viele Männer Frauen einfach nicht zusprechen“, so die Schauspielerin.

 

 

 

 

 

Quelle: Brigitte Women, Bildrechte: Olaf Kosinsky / Wikipedia

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.