„A TRIBUTE TO RONNIE JAMES DIO“ – LIVE IN CONCERT – mit Axel Rudi Pell u.v.a.

„A TRIBUTE TO RONNIE JAMES DIO“ – LIVE IN CONCERT – mit Axel Rudi Pell u.v.a.

Als Ronnie James Dio (bürgerlicher Name Ronald James Padavona, geboren am 10. Juli 1942 in Portsmouth, New Hampshire) am 16. Mai 2010 seinen Kampf gegen den Krebs verlor, fiel die Musikwelt in tiefe Trauer. Dio war nicht nur einer der besten Sänger der Hard & Heavy Historie, er galt in diesem Genre auch als einer der bedeutendsten und prägendsten Köpfe und wer ihn persönlich kannte, berichtet immer auch von einem sehr liebenswerten netten und freundlichen Menschen. Schon von Kindesbeinen an beschäftigte sich Ronnie mit der Musik – wenngleich zunächst auch unfreiwillig, denn Trompete und Bassgitarre spielte der erst 5-Jährige eigentlich nur auf Drängen seines Vaters. Der Eintritt in die Schulband The Vegas Kings aus Cortland (später wechselte der Bandname über Ronnie & The Rumblers in Ronnie and the Red Caps) im Jahr 1956 hingegen geschah aus eigenem Antrieb. Dass er um das Jahr 1960 erstmals den Künstlernamen Dio – italienisch für “Gott” – benutzte, sollte wohl weniger als “Größenwahn” verstanden werden, denn dieser Titel geht vermutlich eher auf die Anlehnung an einen Mafioso aus Florida namens Johnny Dio zurück, von dem der junge Musiker zu jener Zeit stark beeindruckt war. Diverse Singles und ein erstes Album (“Dio at Domino´s”) erschienen schließlich, nachdem sich die lokal bereits bekannte Band in Ronnie Dio and the Prophets umbenannte. Allerdings hatten sowohl die Band als auch deren Name nur bis 1967 Bestand. Die Mitglieder wechselten, der Name lautete fortan zunächst The Electric Elves und auch das optische und akustische Erscheinungsbild wandelte sich mehr und mehr vom Pop zum Rock.


Einen schweren Verlust erlitten die Musiker am 12. Februar 1968, als sie in einen schweren Autounfall verwickelt wurden, bei dem der Gitarrist Nick Pantas tödlich verunglückte. Neben dem großen Schock kam der Rest der Insassen mit Verletzungen davon. Unter dem Namen The Elves spielten sie dann schließlich im Mai des Jahres 1968 wieder zusammen. Die Band, die bis dahin neben dem Spaß an der Musik wohl auch mit Vorliebe ihren Namen änderte, tourte zu Beginn der 70er Jahre durch College-Kneipen und war heiß darauf, ein erstes Studioalbum zu produzieren. Der Wille war da – ein hierfür notwendiger Plattenvertrag allerdings nicht. Ausgerechnet Ian Paice und Roger Glover von Deep Purple sollten sich als Dios “Glücksboten” entpuppen, denn als beide eines Abends einen Auftritt der Band sahen, boten sie sich kurzerhand als Produzenten des ersten Studioalbums an. Das erste Album mit dem “außergewöhnlich kreativen” Titel “Elf” erschien und die Truppe – nun mit dem Bandnamen Elf – reiste 1972 auf der Deep Purple US-Tour als Vorgruppe mit. Auch das zweite Album (“Carolina County Ball” (bzw. “59”), 1974), für dessen Produktion die Band nach erneuten Besetzungswechseln nach England zog, wurde von Roger Glover produziert. Im Jahr 1975 erlangte das dritte und letzte Album der Band Elf (“Trying to Burn the Sun”) auch innerhalb der Rockszene Bekanntheit. Dio, der seinen Bass aufgab und sich auf den Gesang konzentrierte, erregte schließlich das Interesse von Ritchie Blackmore, dem begnadeten Gitarristen von Deep Purple. Noch während das dritte Elf-Album in Bearbeitung war, schufen Dio und Blackmore gemeinsam zwei Songs, die auf einer Single erscheinen sollten: “Black Sheep of the Family” und “Sixteenth Century Greensleeves”.


Zur Veröffentlichung der Single kam es allerdings nicht, denn Blackmore, der Deep Purple verlassen hatte, formierte den Rest der Band Elf zu seinem neuen Projekt Rainbow. Aus dieser Formation entstanden gleich mehrere erfolgreiche Alben, darunter wahre Klassiker wie “Rainbow Rising” und “Live on Stage”. Da Dio und Blackmore jedoch zunehmend unterschiedliche musikalische Ziele verfolgen wollten, wurde das Verhältnis der beiden im Jahr 1976 leider immer schwieriger. Blackmore wollte Rainbow kommerzieller aufziehen, während sich Dio hingegen zum gitarrenorientierten Heavy Rock hingezogen fühlte, erklärte Dio einst in einem Interview diesbezüglich. Obwohl die Band gerade an einem Album bastelte, entließ Blackmore sämtliche Mitglieder außer Cozy Powell, woraufhin der bis dahin erfolgreich gemeinsam bestrittene Weg von Dio und Blackmore 1978 endete. Ab November stieg Dio bei Black Sabbath ein, die auf der Suche nach einem Ersatz für Ozzy Osbourne waren. In dieser Konstellation entstanden die Alben “Heaven and Hell” und “Mob Rules”. Doch auch hier gab es recht bald persönliche Differenzen und so trennte sich der Sänger nach drei Jahren wieder von Black Sabbath und gründete im Oktober 1982 seine eigene Band Dio. Ronnie konnte sich hier ganz und gar seinen eigenen Zielen und Vorlieben hingeben. Es entstand ein dynamischer Hard Rock bzw. Metal mit Texten, die meist mystisch, geheimnisvoll und voller Rätseln sind und sich durch eine expressive Bildersprache auszeichnen. Auch nach einem weiteren kurzen Zwischenspiel bei Black Sabbath zwischen den Jahren 1991 – 1993 blieb Ronnie seiner eigenen Band als Sänger und Bandleader erhalten. Nach dem Vorbild von Band Aid brachte Dio für sein im Jahr 1986 gestartetes Projekt Hear ´n Aid verschiedene Musiker des Hardrocks und Heavy Metals zusammen, um gemeinsam mit ihnen den Song “Stars” aufzunehmen. Mit dabei waren unter anderem Geoff Tate (Queensryche), Dave Murray und Adrian Smith (Iron Maiden), Rob Halford (Judas Priest), Yngwie J. Malmsteen, Paul Shortino (Rough Cutt/The Cult), Eric Bloom und Donald “Buck Dharma” Roeser (Blue Öyster Cult), Neal Schon und viele andere.


Mit seinen Ex-Black-Sabbath-Kollegen war Dio im Jahr 2007 unter dem Namen Heaven and Hell auf Tournee. Der erste Album von Heaven and Hell erschien am 24. April 2009 mit dem Titel “The Devil You Know”. Nachdem im letzten Jahr bekannt wurde, dass Ronnie James Dio an Magenkrebs erkrankt war, richtete er den “Ronnie James Dio Stand Up And Shout Cancer”-Fund ein. Diese Stiftung gilt den an Krebs erkrankten Menschen. Obwohl sich Dio noch bis zuletzt optimistisch zeigte und den Kampf gegen den Krebs nie aufgab, verstarb er schließlich am 16. Mai 2010 im Alter von 67 Jahren. Weltweit trauerten die Fans um den kleinen “großen”, stimmgewaltigen Mann, der einst behauptete, die “Mano cornuta” (“mano”=Hand; “corno”=Horn) im Heavy Metal bekannt gemacht zu haben. Auch unter seinen zahlreichen Kollegen und Weggefährten hinterläßt Ronnie James Dio eine unausfüllbare Lücke. Aus diesem Grund geben sich jetzt einige Künstler der nationalen Hard & Heavy Szene die Ehre, das große musikalische Erbe des Ausnahmesängers noch einmal im Rahmen eines einmaligen Tribute Konzertes in der Zeche, Bochum live auferstehen zu lassen. Mit einer Allstarband werden alle großen Songs seiner Karriere live präsentiert: Doogie White, ehemaliger Sänger von Rainbow, wird die Ära Dio´s an der Seite von Ritchie Blackmore genauso präsentieren, wie Doro beispielsweise Songs aus der “DIO”-Ära. Von “Heaven and Hell” über “Long Live Rock´n´Roll” bis zu “Holy Diver” – es wird eine Zeitreise durch das großartige musikalische Schaffen des Ronnie James Dio. Ebenfalls mit von der Partie wird Axel Rudi Pell sein, der mit seiner Band sogar noch einige Supportgigs für Dio´s letztes Projekt “Heaven and Hell” in Deutschland gespielt hatte. Der Gesamterlös des Konzertes geht übrigens an den “Ronnie James Dio Stand Up And Shout Cancer”-Fund sowie an “Ein Herz für Kinder”. Die Veranstalter arbeiten weiterhin am Ausbau der Gästeliste, die sich für diesen einmaligen Abend sicherlich mühelos vergrößern wird. Aktuelle News rund um das Konzert gibt es unter www.zeche.com


“A TRIBUTE TO RONNIE JAMES DIO” – LIVE IN CONCERT
Montag, 12. Juli 2010
Einlass: 19 Uhr
Beginn: 20:30 Uhr
Preise: 20,00 Euro zzgl. VVK-Gebühr
Tickets unter: www.metaltix.de oder www.konticket.de sowie an allen bekannten VVK-Stellen
Mit dabei:
Axel Rudi Pell
Doro Pesch
Doogie White (ex Rainbow)
Manni Schmidt (ex Rage / ex Grave Digger)
Bernd Aufermann (ex Running Wild)
Michael Bormann
und viele Gitarristen und Keyboarder und Bassisten mehr

 

Quelle: SPV


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