Zimt, Muskat und Co.: Für Schwangere in Maßen kein Problem – vorsicht bei Petersilienöl

Zimt, Muskat und Co.: Für Schwangere in Maßen kein Problem – vorsicht bei Petersilienöl

Einige Kräuter und Gewürze haben wegen ihrer medizinischen Wirkung zwar den Ruf, schädlich für Ungeborene zu sein. Schwangere müssen trotzdem nicht ganz auf sie verzichten: „Es kommt auf die Menge an“, betont Carmen Helms, Ernährungswissenschaftlerin und Expertin für Gewürzkunde aus Hamburg, im Apothekenmagazin „Baby und Familie“. „In der küchenüblichen Dosierung sind Gewürze und Kräuter auch in der Schwangerschaft kein Problem.“

Muskat zum Beispiel wirkt stimmungsaufhellend und anregend, hilft aber auch bei Schlafproblemen. In der Schwangerschaft ist er unproblematisch. „Erst bei einer Überdosierung von vier Gramm kann es zu Herz-Kreislauf-Problemen kommen“, so Helms. Mit dem normalen Würzen von Speisen wird diese Menge nicht erreicht. Zimt wiederum wirkt unter anderem verdauungsfördernd. Küchenüblich dosiert gilt auch er als unbedenklich für Schwangere. Zwar kann Zimt Wehen auslösen – aber erst ab eine Menge von etwa 300 Gramm. Zum Vergleich: In rund 40 Zimtsternen stecken nur zwei Teelöffel Zimt, also etwa fünf Gramm. Helms rät, nur hochwertigen Ceylon-Zimt zu verwenden. „Chinesischer kann bedenkliche Stoffe wie Schwermetalle enthalten.“ Auch Petersilie wirkt verdauungsanregend. Für Schwangere ist sie zum Würzen von Speisen unproblematisch, solange sie nicht in größerer Menge (halber bis ganzer Bund) verzehrt wird. „Dann kann sie zu Gebärmutterkrämpfen führen und Wehen fördern“, sagt Helms. „Reines ätherisches Petersilienöl ist tabu, es kann eine Frühgeburt auslösen.“

 

 

 

 

Quelle: Baby & Familie, Archivbild

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