Wolfgang Joop zur #MeToo-Debatte: „Ich wäre gegangen, wenn mir etwas nicht gefallen hätte“

Wolfgang Joop zur #MeToo-Debatte: „Ich wäre gegangen, wenn mir etwas nicht gefallen hätte“

Er war mittendrin in den sexschwitzenden 70er Jahren in New York. Die Mode war wie in einem Rausch – Sex, Drogen und was der Körper noch so aushält. Aber Wolfgang Joop, 73, hat selbst nie erlebt, was Models jetzt aus den Studios großer Fotografen wie Mario Testino oder Bruce Weber berichten: sexuelle Belästigung, Übergriffe und den Druck der Karriere. Und selbst wenn, „ich hätte mich nie beschwert, sondern wäre gegangen, wenn mir etwas nicht gefallen hätte. Ganz selbstbewusst raus aus der Tür“, sagt Joop im stern.

Wolfgang Joop fragt sich: „Warum erst jetzt?

„Bemerkenswert“ findet Joop den Zeitpunkt der Enthüllungen, die beide Fotografen inzwischen durch ihre Anwälte zurückweisen ließen. „Warum erst jetzt? Hätten die Betroffenen sich schon vor Jahren gemeldet, hätte es schon damals einen Aufstand gegeben, und es wäre so nicht weitergelaufen.“ Und ob es bei den vielen Shootings für die Marke „Joop“ nicht vielleicht zu ähnlichen Vorfällen gekommen sei? „Bei unseren Shootings absolut nicht. Ich bin bei so etwas viel zu empfindlich für körperliche Nähe. Ich ziehe mich da eher zurück. Und außerdem bin ich viel zu stolz dafür.

Joop sammelt Kunst, insbesondere zeitgenössische Bilder und Skulpturen.

Wolfgang Joop beschäftigt sich neben Mode und Design mit der Illustration. Über 100 seiner Werke sind im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe ausgestellt. Weiterhin sammelt er Kunst, insbesondere zeitgenössische Bilder und Skulpturen, außerdem alte Möbel. Seit 2009 verkauft Joop Editionen seiner Modezeichnungen in der Editionsgalerie LUMAS. Im Jahr 2000 spielte er in der Gesellschaftssatire Suck my Dick von Oskar Roehler eine Hauptrolle. Weitere Auftritte als Schauspieler hatte er in den Filmen: Tränen in Florenz (1984), Der Sommer des Samurai (1986), Fahr zur Hölle Schwester (2002). Darüber profilierte sich Joop auch als Bildhauer, einige seiner Skulpturen befinden sich in Kunstmuseen, auch auf dem Bornstedter Friedhof ist eines seiner Werke zu sehen. Joop ist Autor einiger Bücher und vieler Artikel für Zeitschriften und Zeitungen. Unter anderem schrieb er für den Spiegel, den Stern und die Welt am Sonntag. Seine bisher erschienenen Bücher sind das Geschenkbüchlein Das kleine Herz (2001), das Kochbuch Hectic Cuisine (2002), sein Œuvre Stillstand des Flüchtigen (2002) und der Roman Im Wolfspelz (2003). Ab 2008 lancierte Wolfgang Joop unabhängig vom Modelabel Joop! in Zusammenarbeit mit Coty Prestige unter seinem vollen Namen zwei Herrenduft-Serien: Wolfgang Joop (2008), Wolfgang Joop – Freigeist (2010).

2013 veröffentlichte Wolfgang Joop das Buch „Undressed“.

Im Herbst 2009 startete Joop eine fortdauernde Zusammenarbeit mit dem Bayreuther Gesundheitsunternehmen medi und entwarf eine Reihe von hochpreisigen Stützstrümpfen, die er Ende 2009 auch auf der Pariser Modenschau seines Modelabels „Wunderkind“ präsentierte. Die Zusammenarbeit wurde auch 2012 fortgesetzt. Im Oktober 2010 begann Joop eine Kooperation als Kreativberater mit der Warenhauskette Galeria Kaufhof. Ab September 2011 wurde in allen Kaufhof-Filialen die nach dem Gründungsjahr des Warenhauskonzerns benannte Modekollektion GALERIA 1879 by Wolfgang Joop im mittleren Preissegment für Damen und Herren zum Kauf angeboten. 2013 veröffentlichte Wolfgang Joop gemeinsam mit der Journalistin und Schriftstellerin Rebecca Casati das Buch Undressed. Aus einem Leben mit mir seine Autobiographie. In den Jahren 2014 und 2015 fungierte er für zwei Staffeln neben Heidi Klum und Thomas Hayo als Juror in Germany’s Next Topmodel.

 

 

 

 

 

 

 

Quelle: Stern/Wikipedia, Bildquelle: Image.net

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