Umweltamt rekultiviert ehemalige Deponie in Köln-Ossendorf Vorbereitende Maßnahmen werden an der Butzweilerstraße durchgeführt

Umweltamt rekultiviert ehemalige Deponie in Köln-Ossendorf Vorbereitende Maßnahmen werden an der Butzweilerstraße durchgeführt

Die städtische Altdeponie an der Butzweiler Straße in Köln-Ossendorf muss in den kommenden Jahren saniert und rekultiviert werden. Am Montag, 13. November 2017, beginnt das Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln mit der Rodung der ersten Teilfläche. Die rund 14 Hektar große Fläche der Altdeponie in direkter Umgebung des Wertstoff-Centers Ossendorf ist Teil des Erholungsgebiets „Bürgerpark-Nord“ und des „Grünzug-Nord“. Nach abgeschlossener Rekultivierung wird die Fläche wieder in den Grünzug integriert. Bedingt durch die Größe der Fläche erfolgen die Arbeiten über einen Zeitraum von drei Jahren in drei Abschnitten. Damit bleiben jeweils Rückzugsbereiche für die vorhandene Fauna erhalten und es können Ersatzbiotope für geschützte Tierarten geschaffen werden. Während der Baumaßnahmen ist der öffentliche Zugang nicht möglich.

 

Ziel der Maßnahme ist, die Oberfläche der ehemaligen Deponie abzudichten und das Gelände anschließend zu rekultivieren. Dadurch wird der Austritt von klimaschädlichem Methan in die Atmosphäre oder von mit Ammonium und Bor belastetem Sickerwasser ins Grundwasser reduziert. Bei den Arbeiten und der abschließenden Gestaltung der Oberfläche werden alle Belange des Arten- und Landschaftsschutzes berücksichtigt. Die nun anstehenden Rodungsarbeiten werden den drei Bauabschnitten entsprechend durchgeführt. Um die Nist-, Brut- und Zufluchtsstätten der vorhandenen Fauna nicht zu gefährden, werden die Flächen ausschließlich in den Wintermonaten von Oktober bis Februar gerodet. Jeweils im folgenden Frühjahr schließen sich auf der dann gerodeten Teilfläche der Bau eines Oberflächenabdichtungssystems und die Rekultivierung an. Für den ersten Bauabschnitt im Norden der Fläche werden die Rodungsarbeiten in diesem Winter bis Anfang 2018 durchgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten darf das Gelände nur auf den angelegten Spazier- und Radwegen betreten werden; eine Nutzung als öffentliche Freizeitfläche ist nicht möglich.

 

Auf dem Gelände befand sich zwischen 1966 und 1973 eine Kiesgrube. Anschließend nutzte die Stadt Köln die ehemalige Kiesgrube bis 1978 als Deponie und verfüllte sie mit Hausmüll, Bauschutt und Gewerbeabfällen. Als Eigentümerin und ehemalige Betreiberin der Fläche ist die Stadt Köln nach den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes zu einer ordnungsgemäßen Stilllegung der Deponie verpflichtet. Das Umwelt- und Verbraucherschutzamt setzt mit dieser Maßnahme einen Ratsbeschluss von Juni 2016 um. Die Kosten für die ordnungsgemäße Stilllegung der Deponie sind mit rund zwölf Millionen Euro veranschlagt.

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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