Ulrich Tukur: „Mich treibt die Liebe zum Leben an“

Ulrich Tukur: „Mich treibt die Liebe zum Leben an“

Dieser Mann hat viele Talente: Ulrich Tukur kann spauspielen, singen, tanzen und schreiben – gern auch Liebesbriefe. Sehnsüchtig verliebt war der 59-Jährige schon oft. Das Allround-Talent spricht in einem Interview über Beziehungen, den Wunsch nach Freizeit und seinen kreativen Ansporn: „Mich treibt die Liebe zum Leben an, die knappe Zeit, die mir noch bleibt. Und wenn mich die Inspiration ereilt, dann kommt sie möglicherweise direkt vom lieben Gott.“

 

Ich habe früher viele Liebesbriefe geschrieben.

Mit seiner Kollegin Sandra Quadflieg hat Ulrich Tukur für sein kürzlich erschienenes Hörbuch „Nichts fehlt – außer Dir“ Briefe des Dichterpaares Claire und Yvan Goll eingesprochen. Die Arbeit erinnerte ihn an Situationen aus der eigenen Vergangenheit: „Ich habe früher viele Liebesbriefe geschrieben. Wie oft war ich verliebt! Und konnte ich die Dame meiner Sehnsucht nicht erreichen, dann waren Liebesbriefe häufig die einzige Möglichkeit, nicht an den eigenen Gefühlen zu ersticken.“

 

Ich brauche eine Frau, die stark, unabhängig und kreativ ist.

Dass er selbst zur Feder gegriffen hat, ist schon ein Weilchen her – seit über 20 Jahren ist der Schauspieler glücklich mit der Fotografin Katharina John verheiratet. Obwohl das Paar oft räumlich voneinander getrennt ist, funktioniert die Beziehung: „Ich brauche eine Frau, die stark, unabhängig und kreativ ist. Und die mir auch immer ein Stück weit Geheimnis bleibt.“ Um auch nach langer Zeit nicht das Interesse aneinander zu verlieren, lässt sich das Künstlerpaar die nötige Portion Freiheit: „Man darf den anderen nie zu entschlüsseln suchen; er hat Zugang zu allen Räumen deiner Seele, nur in einen wird er nie hineinkommen und darf es auch nicht wollen.“

 

Ein Glas italienischen Amarone-Wein, ein Kaminfeuer und ein leiser Tango, das ist Glück für mich

Der in Hessen geborene Schauspieler achtet nicht nur in der Ehe auf seine Unabhängigkeit – auch das Leben in seiner Wahlheimat Italien bedeutet für den 59-Jährigen Freiheit pur: „Mir gefällt die etwas horizontalere Lebenseinstellung. Nicht in den apokalyptischen Gefilden einer ständig beschworenen düsteren Zukunft zu leben, sondern im Hier und Jetzt.“ Tukurs Vorstellung von einem perfekten Moment wird ebenfalls durch seine Begeisterung für den Süden beeinflusst: „Ein Glas italienischen Amarone-Wein, ein Kaminfeuer und ein leiser Tango, das ist Glück für mich.“

 

 

 

 

Quelle: MYWAY, Bildrechte: ARD

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