Rechtsextreme Parolen und „Hitlergruß“ im Eigelsteinviertel – Strafanzeigen

Rechtsextreme Parolen und „Hitlergruß“ im Eigelsteinviertel – Strafanzeigen

Polizei schreitet konsequent ein – fünf Tatverdächtige in Polizeigewahrsam

Eine offenbar dem rechtsextremen Spektrum zugehörige Personengruppe hat im Eigelsteinviertel mit strafbaren und fremdenfeindlichen Parolen für einen größeren Polizeieinsatz gesorgt. Streifenbeamte und Polizisten einer Einsatzhundertschaft hatten die Lage schnell unter Kontrolle. Mit der Ingewahrsamnahme von vier Tatverdächtigen (26, 38, 38, 39) und deren Begleiterin (33) beendeten die Beamten konsequent und zügig das gesetzwidrige Verhalten der Gruppe. Gegen 17.20 Uhr teilte ein Kölner (64) über den Polizeinotruf mit, dass mehrere Personen im Bereich der Eigelsteintorburg Parolen wie „Heil Hitler“, „Sieg Heil“ und „Deutschland den Deutschen – Ausländer raus“ skandiert hatten. Zudem hatte der Zeuge beobachtet, dass die Gruppe mehrfach gemeinsam den „Hitlergruß“ gezeigt hatte. „Die Rechten haben wenig später auf dem Eigelstein Bierflaschen auf Personen des linken Spektrums geworfen.“, schilderte ein weiterer Zeuge (33) gegenüber den Uniformierten. Nach derzeitigem Sachstand wurde dadurch niemand verletzt.

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Alarmierte Polizisten stellten kurz nach dem Notruf die aggressive Tätergruppe. Um weitere Straftaten und Ausschreitungen konsequent zu unterbinden, brachten die Uniformierten das alkoholisierte Quintett in Polizeigewahrsam. Auf Anordnung entnahm ein Arzt zwei Gruppenmitgliedern (26, 38) Blutproben. Alle Beschuldigten sind zweifelsfrei identifiziert und müssen sich wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und versuchter gefährlicher Körperverletzung verantworten. Der 26-Jährige führte obendrein ein verbotenes Einhandmesser mit sich. Gegen ihn leiteten die Beamten zusätzlich ein Verfahren wegen eines Verstoßes gegen das Waffengesetz ein. Aus Zeugenaussagen ergaben sich Hinweise, dass die identifizierten Straftäter der Gruppierung „HoGeSa“ angehören könnten. Die Ermittlungen diesbezüglich laufen.

 

Quelle: Polizeipräsidium Köln, Archivbild

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