Konzertierte Aktion am Ebertplatz – Stadt Köln und Polizeipräsidium verabreden Sofortmaßnahmen

Konzertierte Aktion am Ebertplatz – Stadt Köln und Polizeipräsidium verabreden Sofortmaßnahmen

Die Stadt Köln und das Polizeipräsidium Köln haben gestern, Montag, 23. Oktober 2017, erste Maßnahmen für den Ebertplatz verabredet, dem Platz, der in den letzten Wochen und Monaten immer wieder in die Schlagzeilen geriet wegen tätlicher Auseinandersetzungen im dortigen Drogenmilieu. Die immer wieder beobachteten Vorgänge haben außerdem zu einem Meideverhalten bei vielen Anwohnern und Passanten geführt, die diesen innerstädtischen Platz mit einem Unsicherheitsgefühl betreten oder umgehen. Stadtdirektor Dr. Stephan Keller und Polizeipräsident Uwe Jacob hatten sich vorher am Ebertplatz getroffen, um sich einen aktuellen Überblick über die Situation vor Ort zu verschaffen.

 

Oberbürgermeisterin Henriette Reker: „Der Ebertplatz ist in den vergangenen Monaten zunehmend zum Problemplatz geworden. Das ist eine Situation, die wir nicht länger hinnehmen können und werden. Der Rat hat jetzt mit seinen Beschlüssen den Weg freigemacht, um die langfristige Lösung zu entwickeln. Aber wir brauchen schon jetzt greifbare Verbesserungen auf diesem Platz. Die Polizei Köln wird weiterhin ihre erhöhte Präsenz beibehalten und gezielt Personenkontrollen durchführen. Insbesondere gegen Dealer und Gewalttäter wird die Polizei konsequent vorgehen. Wir werden flankierend unseren Ordnungsdienst ebenfalls dort verstärken. Ich danke dem Landesinnenminister, dass er sich vor Ort selbst informiert hat, und verbinde damit die Erwartung, dass die Polizei ihre Präsenz dort beibehalten und auch ihre Videobeobachtung schnellstmöglich aufnehmen kann. Der kurzfristig umsetzbare Beitrag der Stadt Köln wird sich neben zusätzlichem Einsatz des Ordnungsdienstes insbesondere auf die Verbesserung der Beleuchtungssituation, die Verbesserung der Übersichtlichkeit und mehr Einsatz bei der Platzpflege konzentrieren. Dass die Kölner Verkehrs-Betriebe und auch die Abfallwirtschaftsbetriebe ihrerseits ihren Einsatz am Ebertplatz verstärken, begrüße ich sehr.“

 

An den kurzfristig umzusetzenden Sofortmaßnahmen beteiligen sich auch die Kölner Verkehrs-Betriebe und die Abfallwirtschaftsbetriebe. Die Kölner Verkehrsbetriebe sicherten zu, ihren Personaleinsatz am Ebertplatz bereits kurzfristig auszudehnen. Die Abfallwirtschaftsbetriebe planen zusätzlich zu ihren Reinigungsintervallen zusätzliche Nassreinigungen. Für die Stadt Köln hat Stadtdirektor Dr. Stephan Keller die kurzfristige Verbesserung der gesamten Beleuchtung des Ebertplatzes inklusive der Strahler an den Zugängen in Auftrag gegeben. Die Beleuchtung soll so dimensioniert werden, dass sie die geplante Videoüberwachung der Kölner Polizei unterstützt. Der Ordnungsdienst der Stadt Köln wird kurzfristig seine Präsenz und Kontrollgänge gemeinsam mit den Kräften der Polizei verstärken. Die Polizei wird ihre Präsenzteams dazu verstärkt am Ebertplatz einsetzen. Dazu sollen in den nächsten Tagen die konkreten Einsatzzeiten miteinander abgestimmt werden. Die teilweise als Drogenversteck missbrauchten Beton-Hochbeete auf der Nordseite des Ebertplatzes im Fahrbahnbereich sollen entfernt werden. Die Stadt Köln wird außerdem prüfen, ob bereits jetzt die Schließung der im westlichen Teil gelegenen unterirdischen Verbindung des Ebertplatzes geschlossen werden kann. Sie übernehmen derzeit keine Zubringerfunktion zu der Stadtbahn-Haltestelle, erhöhen die Unübersichtlichkeit des Platzes und werden von vielen Passanten gemieden.

 

Langfristig wird die Stadt Köln den Ebertplatz grundsätzlich neu gestalten. Der Rat machte dazu mit seinen Beschlüssen jetzt den Weg frei. Das Planungsamt bereitet derzeit das Planungsverfahren vor. Dazu wird es eine umfangreiche Bürgerbeteiligung geben, in der frühzeitig Vorschläge und Hinweise eingebracht werden können. Die Entwicklung der konkreten Umbaupläne wird aller Voraussicht nach europaweit ausgeschrieben werden müssen. Deswegen ist mit einem konkreten Baubeginn vor Ort erst im Jahr 2020 zu rechnen.

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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