KLUBKOMM fordert Bestandschutz für Gebäude 9!

KLUBKOMM fordert Bestandschutz für Gebäude 9!

Stellungnahme der KLUBKOMM, Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V., zur drohenden Schließung des Gebäude 9 in Köln-Mülheim

Das Gebäude 9 wird seit 1996 auf dem Kunst- und Gewerbehof Deutz-Mülheimer-Str. 127 – 129 in unmittelbarer Nachbarschaft des Kunstwerks sowie der Kunstetage Deutz betrieben. Ohne öffentliche Förderung haben die Betreiber aus einer Industriebrache über die Jahre einen einzigartigen kulturellen Veranstaltungsort geschaffen, der heute zu den bedeutendsten nationalen Spielstätten für Musik aus den Bereichen Rock, Pop, Independent, Elektronik und Singer/Songwriter gehört. Das Gebäude 9 ist seit 2010 Mitglied der KLUBKOMM und ist im Vorstand des Verbandes vertreten. Im Jahr 2013 wurden die Betreiber des Gebäude 9 mit dem neu gegründeten Spielstättenprogrammpreis der Initiative Musik vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Naumann, ausgezeichnet. Mit dem Spielstättenprogrammpreis würdigt die Bundesregierung das Engagement von Clubbetreibern, die ohne oder mit nur wenig öffentlicher Förderung ein ambitioniertes Musikprogramm anbieten. Mit dem Preis unterstrich die Bundesregierung ausdrücklich die fundamentale Bedeutung solcher Spielstätten.
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Angesichts der aktuellen Beschlussvorlage der Bezirksvertretung Köln-Mülheim zur Änderung des Flächennutzungsplans sowie der Auflegung eines Bebauungsplanentwurfs für das nun „Euroforum Nord“ getaufte Areal im Mülheimer Süden ist das Gebäude 9 mit seinen insgesamt rund 25 Arbeitsplätzen massiv in seiner Existenz bedroht und soll dem Willen der Stadtverwaltung sowie des projektierenden Investors zufolge einer Wohnsiedlung weichen. Durch das Ausweiten der geplanten Baulinie auf bis zu 10m an das Gebäude 9 ist ein Betrieb einer Spielstätte aus Sicht der Stadt Köln an diesem Standort nicht mehr möglich. Die KLUBKOMM fordert die Politik und Verwaltung der Stadt Köln somit mit Nachdruck dazu auf, den derzeitigen Planungsentwurf zu überarbeiten und den Bestand des Gesamtkomplexes des Kunst- und Gewerbehofes in der vorhandenen Struktur sicherzustellen. Die Verdrängung, und demzufolge die drohende Schließung, eines derart bedeutenden Kulturstandortes ist aus Sicht der KLUBKOMM nicht zu akzeptieren und auch nicht mit dem Hinweis auf den dringenden Bedarf an Wohnraum in Köln zu rechtfertigen. Die Stadt Köln muss sicherstellen, dass sie im Rahmen ihrer Stadtentwicklung weiterhin attraktive Flächen für die Kultur-, Kunst- und Kreativbranche zur Verfügung stellt und sich aktiv der Verdrängung von kulturell fundamental wichtigen Spielstätten widersetzt. Eine lebendige Club- und Musikszene ist für den Standort Köln sowohl in kultureller als auch in wirtschaftlicher Hinsicht unverzichtbar! 
 
Auswahl Links und mediale Berichte:
_ PETITION change.org „Erhalten Sie den Klub „Gebäude 9“ und den „Kunst und Gewerbehof“ am jetzigen Standort!: http://www.change.org/petitions/horst-noack-erhalten-sie-den-klub-gebäude-9-und-den-kunst-und-gewerbehof-am-jetzigen-standort?fb_action_ids=10152024481793225&fb_action_types=change-org%3Arecruit&fb_ref=__zwLAzBFiCa


_ FACEBOOK Gruppe „Rettet das Gebäude 9“: https://www.facebook.com/rettetdasgebaeude9

 

_ INTERVIEW bei intro.de mit dem Club-Betreiber Jan van Weegen: http://www.intro.de/news/newsfeatures/23074432/das-gebaeude-9-ist-bedroht-interview-mit-dem-club-betreiber-jan-van-weegen

 

 _ DEBATTE Kölner Stadtanzeiger „Das Gebäude 9 braucht Schutz“: http://www.ksta.de/debatte/club-in-koeln-muelheim-das–gebaeude-9–braucht-schutz,15188012,26666400.html

 

_ weitere Informationen und Links unter www.klubkomm.de

 

Quelle: KLUBKOMM – Verband Kölner Clubs und Veranstalter e.V., Archivbild

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