Karneval in Köln: Ordnungsamt zieht positive Bilanz

Karneval in Köln: Ordnungsamt zieht positive Bilanz

Die Bilanz des Ordnungsamtes zum Karneval in Köln fällt insgesamt positiv aus. Unter dem Motto „Respektvoll, fröhlich und friedlich feiern“ startete Köln an Weiberfastnacht in den Straßenkarneval. Die meisten Feiernden haben dieses Motto erfreulicherweise an den gesamten tollen Tagen gelebt. Die Maßnahmen, die der Runde Tisch unter Leitung von Oberbürgermeisterin Henriette Reker beschlossen hatte, zeigten die gewünschte Wirkung. So präsentierten sich insbesondere die Südstadt um den Chlodwigplatz und den Severinskirchplatz deutlich sauberer. Dies gilt auch für das Zülpicher Viertel. Rund 700 von der Stadt Köln zusätzlich bereitgestellte Toiletten und erweiterte glasfreie Zonen in der Südstadt sowie im Zülpicher Viertel haben den angestrebten Effekt erzielt. Die Abfallwirtschaftsbetriebe waren beauftragt worden, zusätzliche Müllcontainer aufzustellen und die Reinigungsfrequenz zu erhöhen.

In dem im Rathaus eingerichteten Koordinierungsstab arbeiteten an den Karnevalstagen von 8 Uhr morgens bis in die Nacht unter der Leitung des Ordnungsamtes Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten städtischen Dienststellen, der Feuerwehr, der Landes- und der Bundespolizei, der Hilfsorganisationen, der Kölner Verkehrsbetriebe, der Abfallwirtschaftsbetriebe, der Veranstalter, des Festkomitees und des beauftragten Sicherheitsunternehmens. Dieses Gremium bewertete die aktuelle Lage ständig neu, traf erforderliche Entscheidungen und sorgte für eine rasche Umsetzung.

Das Ordnungsamt war an allen Karnevalstagen in zwei Schichten mit bis zu 190 Kräften in mobilen Teams im Einsatz. Dabei waren an Weiberfastnacht alle 137 Außendienstkräfte des Ordnungsdienstes unterwegs. Sie zeigten vom frühen Morgen bis in die späte Nacht Präsenz in der Altstadt, rund um den Dom und im Rheingarten, dem Zülpicher Viertel und in der Südstadt rund um den Chlodwigplatz. Dabei kontrollierten sie die Einhaltung der Bestimmungen zum Jugendschutz, das Glasverbot und ahndeten das Wildpinkeln. Es lag deutlich weniger Glas und zerbrochenes Glas auf den Straßen. Das Konzept von „Mehr Spaß ohne Glas“ wurde wieder in allen Bereichen gut angenommen. Dadurch hat sich die Sicherheitslage für die Feiernden und die Rettungskräfte bei ihren Einsatzfahrten erheblich verbessert.

Auch die neue glasfreie Zone in der Südstadt war ein Erfolg. Dort waren die anliegenden Kioske und Gewerbebetriebe im Vorfeld über die Möglichkeit des freiwilligen Verzichts auf Glas informiert worden. Die Feiernden konnten an Weiberfastnacht an den Glasabgabestellen ihre mitgebrachten Glasbehältnisse gegen kostenlose Plastikbecher eintauschen. An den Glasabgabestellen der zusätzlichen, freiwilligen Zone wurden die Mitarbeiter des Ordnungsamtes durch die Kölner Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung unterstützt. In der Altstadt wurde in Zusammenarbeit mit den örtlichen Gastwirten und der DEHOGA erstmalig ein Pfandsystem für Mehrwegbecher anstatt der bisherigen „Bützjebecher“ getestet. Rund 900 (Vorjahr 733) Personen wurden in den Glasverbotszonen auf das Glasverbot angesprochen und gaben ihre Glasbehälter ab. An den Kontrollstellen der Glasverbotszonen wurde das Ordnungsamt von bis zu 450 Kräften privater Sicherheitsunternehmen unterstützt. Im Zülpicher Viertel wurde nahe der Universitätsmensa erstmals ein Bühnenprogramm angeboten, das mit bis zu 5.000 Besuchern gut angenommen wurde. Dadurch war es an den bisher bekannten Ballungspunkten auf der Zülpicher Straße weniger voll. Die Zülpicher Straße musste daher auch nicht für weitere Besucher gesperrt werden.

Im Bereich des Jugendschutzes haben die Außendienstkräfte mehr als 900 Präventivgespräche mit Jugendlichen geführt. 253 Jugendliche (Vorjahr 293) mussten Alkohol abgeben, den sie nicht besitzen durften, in 178 Fällen (Vorjahr 121) wurden Zigaretten vernichtet. Überall wurden die zusätzlichen Toiletten gut angenommen. Die Verunreinigungen durch Wildpinkler sind in der Folge stark zurückgegangen. Dennoch mussten 182 (Vorjahr 324) ertappte Wildpinkler ihre Personalien bekanntgeben und erwarten nun ein Bußgeldverfahren. Sie müssen mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro rechnen.

Zusätzlich haben die Ordnungsdienstkräfte in 100 Fällen Verstöße gegen gaststätten- und gewerberechtliche Bestimmungen festgestellt, die nun ebenfalls im Rahmen von Bußgeldverfahren geahndet werden. Dabei handelt es sich überwiegend um nicht genehmigte Sondernutzungen oder Außenverkauf. In elf Fällen fehlte der erforderliche Aushang des Jugendschutzgesetzes. Ein Kioskbetreiber muss sich wegen des Verkaufs von Getränken in Glasbehältern innerhalb der Glasverbotszone verantworten. Während der tollen Tage gingen die Ordnungskräfte außerdem konsequent gegen unangemessen laute Beschallung vor. So wurde am Rosenmontag im Zülpicher Viertel bei drei Gaststätten die Musikanlage sichergestellt. Immer wieder wurden Gewerbebetriebe durch Mitarbeiter des Ordnungsdienstes angesprochen, den Straßenbereich nicht über die Gebühr laut zu beschallen. In acht Fällen gab es Widerstände gegen die Einsatzkräfte. Ein Mitarbeiter des Ordnungsdienstes wurde leicht verletzt, konnte seinen Dienst aber fortsetzen.

Der Verkehrsdienst des Ordnungsamtes der Stadt Köln hat zur Vorbereitung der Karnevalsumzüge seit Weiberfastnacht bisher 380 Fahrzeuge abschleppen lassen. Allein 280 Fahrzeuge (Vorjahr 326) mussten in der Nacht zum Sonntag zur Vorbereitung der „Schull- un Veedelszöch“ sichergestellt werden. Aufgrund der guten Vorarbeit am Sonntag wurden in der Nacht auf Rosenmontag nur noch verhältnismäßig wenige Fahrzeuge abgeschleppt. 53 Fahrzeuge (Vorjahr 47) wurden sichergestellt. Insgesamt 130 Fahrzeughalter (Vorjahr 110) konnten ermittelt und vor Ort erreicht werden. Sie konnten ihre Fahrzeuge rechtzeitig selbst wegsetzen und das Abschleppen vermeiden. Der Verkehrsdienst war in den beiden Nachtschichten ab kurz nach Mitternacht mit insgesamt 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bis in den Vormittag hinein im Einsatz. Insgesamt hat der Verkehrsdienst bei seinen Sonderdiensten an Karneval rund 600 Verwarnungen (Vorjahr 394) erteilt. Um den Zügen einen pünktlichen Start und eine gefahrlose Durchführung zu ermöglichen, waren entlang der Strecken und in den Aufstell- und Auflösungsbereichen seit rund zwei Wochen zusätzliche Haltverbotszonen für die großen Karnevalsumzüge ausgeschildert worden. Zusätzlich hatten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Außendienst auch in vielen Bereichen entsprechende schriftliche Hinweise an die Anwohnerinnen und Anwohner verteilt. Der Verkehrsdienst hat auch am heutigen Veilchendienstag seine Abschlepp-Aktionen zur Vorbereitung der Karnevalszüge insbesondere in Nippes, Ehrenfeld, Dellbrück und Mülheim fortgesetzt. In Ehrenfeld und Nippes wurden 241 Verwarnungen erteilt und 138 Fahrzeuge sichergestellt. In Mülheim und Dellbrück wurden 103 Verwarnungen ausgesprochen und insgesamt 46 Fahrzeuge sichergestellt.

 

 

 

 

Quelle: Stadt Köln, Bildrechte: KNJ/Martina Uckermann

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