Hat Köln den Super Hacker gefasst?

Hat Köln den Super Hacker gefasst?

Bereits im Februar konnte ein Kölner (24) verhaftet werden, der im Verdacht steht, seit Jahren Kreditkartendaten im Internet ausgespäht zu haben und diese mit viel Gewinn verkauft zu haben. Doch auch Zugangsdaten zu einem Online-Zahlungsdienstleister soll der 24-Jährige gestohlen haben, wie die Zentralstelle Cybercrime Bayer der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, mitteilte. Die Ermittlungen führen jetzt, nach eineinhalb Jahren, endlich zum Erfolg. Bei der Auswertung der sichergestellten Daten konnten zudem noch weitere Straftaten nachgewiesen werden. Dem in Untersuchungshaft sitzenden Kölner kann nun eine Strafe von bis zu 10 Jahren Gefängnis drohen.
Illegaler Internethandel mit Kundendaten
Ermittler waren dem Mann schon länger auf der Spur und konnten ihn jetzt endlich fassen. Bereits im Jahr 2016 hatten sie ihn im Visier, nachdem bei einem großen Online Versandhändler aus Bayern eine halbe Million Kunden-Datensätze gestohlen wurden. Dabei hatte der Kölner die gestohlenen Datensätze zum größten Teil weiterverkauft. Seine Kunden aus dem Internet, die diese Daten kauften, nutzen sie für betrügerische Bestellungen im Netz. Jahrelang soll der Kölner in einem Internetforum unterwegs gewesen sein und hier die geklauten und illegal erworbenen Kreditkartendaten verkauft haben. Erst, als der bayrische Versandhändler gehackt wurde, kamen die Ermittler auf die Spur des 24-Jährigen.
Festnahme in der Kölner Wohnung
Schon Anfang Februar konnte der Mann in seiner Kölner Wohnung festgenommen werden. Durch die Sicherstellung und Auswertung von Beweismaterial kann jetzt schon gesagt werden, dass weitere Straftaten vorliegen. Der Mann sitzt nun in Untersuchungshaft und ihm werden Ausspähen von Daten und gewerbsmäßiger Computerbetrug vorgeworfen. Zudem liegen noch weitere Straftaten vor und laut Staatsanwaltschaft drohen dem Kriminellen nun bis zu zehn Jahre Haft.
Cyberkriminalität und wie man sich schützen kann
Die Cyberkriminalität steigt drastisch und viele Internetnutzer wissen noch immer nicht, wie man sich richtig schützt. Viren, Trojaner und Spyware lauern auf vielen Plattformen und nicht selten werden Gutscheinportale genutzt, um an die Zahlungsdaten von Kunden zu kommen. Doch auch in Mails lauert die Spyware. Wird dem Nutzer beispielsweise ein Casino Gutscheincode 2018 per Mail geschickt, klickt dieser drauf und landet auf einer ähnlichen Seite, wie die des Casinos. Dabei fällt dem User gar nicht auf, dass hier einige Details fehlen und er meldet sich mit seinen Daten an. Dies funktioniert in der Regel nicht, aber die Hacker haben nun die Anmeldedaten des Users und können sich auf dem richtigen Portal mit seinen Daten einloggen.
Doch besonders vor Banken machen die Hacker nicht Halt und schicken immer wieder Pishingmails, um an die Logindaten der Kunden zu kommen. Um wirklich sicher zu sein, sollte daher eine solche Mails niemals angeklickt werden. Es ist immer besser, wenn eine solche Mail kommt, direkt auf die bekannte Seite zu gehen und sich dort einzuloggen – niemals über einen Link in der Mail.
Rechnungen per Mail sind beliebt
Mittlerweile ist es Standard, dass Rechnungen per Mail verschickt werden. Auch hier lauern viele Gefahren und daher sollten die Rechnungen, die ins Postfach kommen, genauer angeschaut werden. Insbesondere die Absendeadresse. Denn auch wenn die Mails echt aussehen, sind die Absendeadressen ein Wirrwarr aus Zahlen und Buchstaben und lassen sofort drauf schließen, dass es sich hier um einen Pishingversuch handelt.
Um sicher im Internet zu surfen, ist es besonders wichtig, die Augen offen zu halten. Nicht jeder Mail zu vertrauen und auch beim Einloggen in den Bankaccount die Seite etwas genauer unter die Lupe zu nehmen, ob es auch wirklich die richtige Seite der Bank ist. Wer hier ein wenig Vorsicht walten lässt, wird selten Probleme mit geklauten Daten haben.

 

 

 

 

 

Quelle: Media Biz, Archivbild

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