Gewinner des Max Ophüls Preis: Bester Dokumentarfilm – GLOBAL FAMILY

Gewinner des Max Ophüls Preis: Bester Dokumentarfilm – GLOBAL FAMILY

Die Familie Shash lebt auf der ganzen Welt verteilt. Der Bürgerkrieg in Somalia hat sie dazu gezwungen. Als Imra plötzlich gezwungen ist, ihr Exil in Äthiopien zu verlassen, muss die Familie schnell eine Lösung finden. Doch wo soll sie hingehen? Und wohin darf sie gehen? Basierend auf dieser Frage entspinnt sich ein transnationales Familiendrama, in dem die Familie alles versucht und doch scheitert, eine neue Heimat für Imra zu finden. 1989 bricht ein brutaler Bürgerkrieg in Somalia aus. Fast ein Drittel der Bevölkerung ist auf der Flucht. So auch Captan Shash (60), bis heute eine der berühmtesten Persönlichkeiten Somalias. Jeder Somali kennt ihn, jeder liebt ihn.  Er war Kapitän der Fußballnational-Mannschaft und ist bis heute Sinnbild für eine Zeit, als noch alles gut war.

 

Nach seiner Fußballkarriere engagierte er sich in Somalia politisch. Er kämpfte für die Gleichberechtigung von Clans und gründete eine Partei. Kurz vor Ausbruch des Bürgerkrieges konnte er fliehen. Seit 1990 lebt er in Deutschland. Doch hier ist er ein Niemand, ein Asylant, dessen Vorgeschichte keinen interessiert. Das einzige, was ihm blieb, war seine Familie, deren Flucht er ermöglichte. Heute leben sie fast alle in Sicherheit. Allerdings tausende Kilometer voneinander entfernt. Die Regisseure Melanie Andernach und Andreas Köhler haben die Familie Shash über Jahre hinweg begleitet, um so das Vertrauen für die sehr berührende Familiengeschichte zu gewinnen. Für den Film verdichtet sich die Erzählung jedoch auf wenige Monate, in denen es um die existentielle Frage, der Zukunft von Imra geht.

 

 

 

Quelle: Filmpresse Meuser, Fotocredit: Woithe

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