Film- und Medienstiftung NRW fördert 22 Projekte mit rund 2,5 Mio. Euro

Film- und Medienstiftung NRW fördert 22 Projekte mit rund 2,5 Mio. Euro

             „The Operative“: Diane Kruger und Eric Bana in einem Agentendrama

             „Wintermärchen“: Jan Bonny inszeniert Kinofilm um ein Rechtsterroristen-Trio

             „Der Berg“: Mystery-Thriller von Hans W. Geißendörfer

             „Proxima“: Eva Green und Lars Eidinger für Alica Winocour in der Kölner ESA

             „Kroos“: Sportlerportrait von Manfred Oldenburg

             „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“: ab Januar im Kino

 

In ihrer 163. Sitzung förderte die Film- und Medienstiftung NRW 22 Projekte mit rund 2,5 Mio. Euro. 1,43 Mio. Euro gehen an vier Spielfilme, 710.000 Euro an vier Dokumentarfilme, 18.000 Euro gehen in die Entwicklung eines Drehbuchs, und 155.000 Euro in fünf Vorbereitungen. Mit 170.000 Euro werden sechs Filme beim Kinostart unterstützt.

 

Spielfilm

  • Regisseur Yuval Adler, dessen bewegender Thriller „Betlehem“ bereits in Venedig ausgezeichnet wurde, dreht „The Operative“ nach einem Roman von Yiftach Reicher Atir. Diane Kruger, die bei den diesjährigen Filmfestspielen in Cannes als Beste Darstellerin ausgezeichnet wurde, übernimmt die

Hauptrolle einer jungen Britin, die der israelische Geheimdienst Mossad rekrutiert, um eine

Undercover Mission in Teheran durchzuführen. Eric Bana übernimmt ebenfalls eine der Hauptrollen.

Ein Großteil der Dreharbeiten findet in NRW statt. (Produktion: Match Factory Productions, 750.000 Euro)

  • Ein Rechtsterroristen-Trio träumt von der ganz großen bundesweiten Aufmerksamkeit und verübt einer Reihe brutaler Anschläge. In „Wintermärchen“ kehrt sich Liebe in Hass, Begehren in Mordlust. Regisseur Jan Bonny verfasste das Drehbuch gemeinsam mit Jan Eichberg. Der Dreh findet komplett in NRW statt. (Produktion: Heimatfilm, 300.000 Euro)
  • Als Martin Pohl in einem kleinen Dorf seine erste Pfarrstelle antritt, kommt es zu vielen seltsamen Zwischenfällen. Und die Leute kennen das alles noch aus alten Geschichten, die sie sich nun wieder erzählen. Der Teufel ist von oben vom Berg gestiegen und hinunter ins Dorf gekommen. So kehren sie wieder zurück zur Kirche, streichen Ziegenblut an die Türen und streuen schwarze Steine ums Haus. Hans W. Geißendörfer inszeniert das Mystery-Drama „Der Berg“ mit Lars Eidinger und Jella Haase in den Hauptrollen. (Produktion: Geißendörfer Film, 200.000 Euro)
  • Die Astronautin Sarah ist die einzige Frau unter den anderen europäischen Astronauten, die im Kölner Weltraumzentrum hart trainieren. Stets hat die Alleinerziehende ein schlechtes Gewissen, ihrer 7jährigen Tochter nicht genug Aufmerksamkeit zu bieten. Als sie für die nächste Weltraummission ausgewählt wird, wird ihr Leben vollkommen auf den Kopf gestellt. Regisseurin Alice Winocour, die auch Koautorin des Oscar-nominierten „Mustang“ ist, inszeniert „Proxima“ teilweise auch in der Kölner ESA. Eva Green übernimmt die Rolle der Astronautin, Lars Eidinger spielt ihren Ex-Partner. (Produktion: Pandora Film, 180.000 Euro)

 

Dokumentarfilm

  • Als einziger deutscher Fußballspieler gewann Toni Kroos dreimal die Champions League. Weltmeister wurden er und das deutsche Team 2014 und er ist heute einer der zentralen Spieler bei Real Madrid, dem berühmtesten Club der Welt. Manfred Oldenburg zeigt in seinem Dokumentarfilm „Kroos“, wie aus dem in Greifswald geborenen Jungen ein Megastar des internationalen Fußballs wurde. (Produktion: Broadview TV, 300.000 Euro)
  • Mehr als 500 Lebensjahre bringen die fünf Protagonistinnen aus Uli Gaulkes Dokumentarfilm „Century of Women“ zusammen. Sie kommen aus Kuba, Japan, Indien, Deutschland und Amerika, sie haben die Welt verändert und sind nicht müde, es weiterhin zu tun. (Produktion: Fruitmarket Kultur und Medien, 200.000 Euro)
  • Doris Metz und Imogen Kimmel gehen in „Sex Change Wonderland“ der Frage nach, was passiert, wenn man das scheinbar unabänderliche Mann- und Frausein hinter sich lässt. Zusammen mit sieben Transgender-Personen und einem der weltweit führenden Trans-Chirurgen unternehmen sie die Reise ins andere Geschlecht. (Produktion: Florianfilm, 120.000 Euro)
  • Die Spielerinnen des SSG Bergisch Gladbach 09 flogen 1981 anstelle einer „offiziellen“ Vertretung Deutschlands zur WM nach Taiwan und gewannen dort den Titel. Ursprünglich aus einer Kölner Thekenmannschaft entstanden, gewannen „Die Spielerinnen“ ungeschlagen das Turnier.

Zähneknirschend mussten die alten Herren des DFB eine Nationalmannschaft der Damen gründen.

Regisseur John Seidler gibt einen Blick auf wilde Zeiten und die Pionierinnen des deutschen

Frauenfußballs und die unglaubliche Ignoranz, gegen die sie sich durchsetzen mussten. (Produktion: Corso Film, 90.000 Euro)

 

Drehbuch

  • In „Was bin ich?“ von Andy Cremer geht für den schüchternen Jonas ein Traum in Erfüllung, als er im Körper seines Mitschülers Dennis, dem Sport-Helden und Mädchenschwarm, erwacht. Doch was als schönster Tag aller Zeiten beginnt, entpuppt sich schnell als Alptraum. (18.000 Euro)

 

Produktionsvorbereitung

  • Gotthard Kuppel verfasst das Drehbuch zu „Der Frosch & das Wasser“. Buschi, asiatisch aussehend und stumm, gerät in Deutschland unter Japaner, fährt mit ihnen, findet in Japan seinen Platz und spricht. (Produktion: Pandora, 50.000 Euro)
  • Mit „Home“ gibt Franka Potente ihr Langfilmdebüt um den 40jährigen Marvin Hacks, der sich nach mehr als zwanzig Jahren Haft mit Skateboard und Adidas-Trainingsanzug nach Hause aufmacht. (Produktion: augenschein, 30.000 Euro)
  • Jakob M. Erwa inszeniert nach einem autobiografischen Roman „Valeska“ über den turbulenten Aufstieg der jungen Friseurin Valeska Réon zum gefragten Model, von dem niemand ahnt, dass es ein Junge ist. (Produktion: Vistamar, 30.000 Euro)
  • Enrique Sánchez Lansch erzählt in „Pol Pot Dancing“ die Lebensgeschichte einer der bedeutendsten Tänzerinnen Kambodschas im 20. Jahrhundert und wirft aus dieser ungewöhnlichen Perspektive einen

Blick auf die Schreckensherrschaft Pol Pots und der Roten Khmer. (Produktion: Fruitmarket Kultur und Medien, 25.000 Euro)

  • KHM-Absolventin Yasmin Angel verfasst mit „Humanmakers“ ebenfalls ihr Langfilmdebüt. Sie geht der

Frage nach, was geschieht, wenn Androiden in unsere Gesellschaft integriert werden und in welcher Welt wir eigentlich leben wollen. (Produktion: Corso, 20.000 Euro)

 

 

Verleih

  • Am 18. Januar startet mit „Hilfe, ich hab meine Eltern geschrumpft“ der zweite Teil in der Reihe um

Felix Vorndran, in dessen Schule es immer wieder spukt. (Verleih: Sony Pictures, 80.000 Euro)

  • In „Forget about Nick“ müssen zwei Frauen sich das luxuriöse Loft des gemeinsamen Ex-Mannes teilen, was beide so nicht geplant hatten. Ab 7. Dezember im Kino. (Verleih: NFP, 25.000 Euro)
  • „Clair Obscur“ erzählt von zwei Frauen in der gegenwärtigen Türkei und deren Ehen. Ab 7. Dezember im Kino. (Verleih: Real Fiction Film, 20.000 Euro)
  • Maria und Hannah leben alleine mit dem Vater in der schwäbischen Provinz. Als Valentin, ein Zimmermann auf der Walz, auftaucht, gerät das Gleichgewicht durcheinander. Das Familiendrama

„Blutsschwestern“ ist im nächsten Jahr im Kino zu sehen. (Verleih: W-film, 15.000 Euro)

  • Die deutsche Ärztin Martina arbeitet in der kurdischen Region im Irak, als sie von einer sunnitischen

Gruppe entführt wird. „Das Milan Protokoll“ startet am 18. Januar. (Verleih: Real Fiction Film, 15.000 Euro)

  • Die 58jährige Annebärbel zieht nach 50 Jahren wieder die Schlittschuhe an, um ihrer freudlosen Welt und insbesondere ihrer perfektionistischen Mutter zu entkommen. „Die Anfängerin“ ist ab 18. Januar im Kino. (Verleih: farbfilm, 15.000 Euro)

 

 

Quelle: Filstiftung NRW, Archivbild

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