Bye, Bye Pille – Warum der Trend zur natürlichen Weiblichkeit geht

Bye, Bye Pille – Warum der Trend zur natürlichen Weiblichkeit geht

“Bella”, “Valette” oder “Aristelle” waren für viele Frauen seit der Teenie-Zeit engste Verbündete gegen fiese Pickel, Unterleibskrämpfe und ungewollte Schwangerschaften. Die Antibabypille hält ihnen auch heute noch den Rücken frei: Über Familien und Karriereplanung entscheiden sie selbst, mit wem sie Spaß haben sowieso. Allerdings zahlen die Frauen für diese Unbeschwertheit einen Preis, der vielen nun zu hoch geworden ist. Immer mehr verabschieden sich daher von der Pille. Der neue Trend heißt: Leben ohne Hormone.

 

Nervige Nebenwirkungen

Die Erklärungen für die Pillen-Unlust klingen zum Beispiel so: „Ich hatte ständig schlimme Panikattacken und Kopfschmerzen, war müde, habe andauernd geheult und war total antriebslos.“ Challis Zillwood ist nur eine von Tausenden Frauen, die in den sozialen Medien unter #MyPillStory von ähnlich schlechten Erfahrungen mit der Pille berichten. Zu ihrer Beschreibung passt, was Forscher der Universität Kopenhagen gerade herausfanden: Dass die Wahrscheinlichkeit, an Depressionen zu erkranken, mit der Einnahme der Pille um bis zu 34 Prozent erhöht ist. Die Liste weiterer Nebenwirkungen ist lang: erhöhte Thrombosegefahr, Lungenembolien, schlechte Blutdruckwerte, keine Lust mehr auf die Lust. „Ein Risiko besteht mit der Einnahme immer und das sollte man ernst nehmen – aber nicht überbewerten.“, sagt Katja Behrens, Frauenärztin aus Hamburg. „Prozentual gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, an einer der Nebenwirkungen zu erkranken, immer noch sehr gering.“

 

Schuldgefühle dem eigenen Körper gegenüber

Obwohl Gesundheitsthemen in ihrer Generation eine große Rolle spielen, schlucken 72 Prozent der 20- bis 29-jährigen Frauen jeden Tag die hormonelle Chemie-Keule – und haben danach oft ein schlechtes Gewissen: „Der Gesundheitstrend, der bei der Ernährung sehr ausgeprägt ist, steht für eine Rückbesinnung zum Natürlichen und die zeigt sich gerade auch in anderen Lebensbereichen.“, sagt Christiane Varga vom Wiener Zukunftsinstitut.

 

 

 

Quelle: MAXI, Archivbild

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